Germany: Bis zu 570.000 inhabergeführte Betriebe könnten bis 2029 schließen
Die Bundesregierung schätzt, dass zwischen 456.000 und 570.000 inhabergeführte Unternehmen in Deutschland bis zum Jahr 2029 ihre Tätigkeit einstellen könnten. Diese Angabe stammt aus einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen und beruht auf dem Nachfolge‑Monitoring Mittelstand 2025 der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).
Prognose für die kommenden Jahre
Laut den KfW‑Daten planen jährlich rund 114.000 Inhaber von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) eine Stilllegung ihres Betriebs. Die Schätzungen berücksichtigen sowohl betriebliche als auch persönliche Faktoren, die zu einer Aufgabe führen können.
Häufigste Gründe für die Aufgabe
Die Befragten nannten als Hauptgrund das Erreichen des Rentenalters (52 Prozent). Weitere bedeutende Gründe waren fehlendes Interesse in der Familie (47 Prozent) und ein wahrgenommenes Übermaß an Bürokratie (42 Prozent). Zusätzlich gaben 21 Prozent an, dass sie keinen geeigneten Nachfolger finden konnten, während 17 Prozent angaben, dass die aktuelle Geschäftslage einen Verkauf verhindert. Elf Prozent bewerteten die Nachfolgersuche insgesamt als zu aufwendig.
Regionale Verteilung
Zurzeit liegen der Bundesregierung keine detaillierten Zahlen zur regionalen Verteilung der Betriebsaufgaben vor. In der Antwort wird darauf hingewiesen, dass weitere Erhebungen notwendig sind, um regionale Unterschiede zu analysieren.
Methodik und Datenbasis
Die zugrunde liegenden Zahlen stammen aus dem Nachfolge‑Monitoring Mittelstand 2025, das im Januar 2026 von der KfW veröffentlicht wurde. Das Monitoring erhebt jährlich Daten von KMU‑Inhabern zu ihren Zukunftsplänen und den jeweiligen Beweggründen.
Ausblick und weitere Schritte
Die Bundesregierung betont, dass die Ergebnisse als Hinweis für zukünftige politische Maßnahmen dienen sollen, um die Unternehmensnachfolge zu erleichtern und strukturelle Hindernisse zu reduzieren. Weitere Analysen und gezielte Unterstützungsprogramme könnten folgen, um die prognostizierte Schließungsrate zu mindern.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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