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Blickdauer erhöht Wahlwahrscheinlichkeit und verstärkt Gehirnsignale bei Entscheidungsfindung
AI GENERATED 20.08.2026 01:30 Wissenschaft und Forschung

Blickdauer erhöht Wahlwahrscheinlichkeit und verstärkt Gehirnsignale bei Entscheidungsfindung

Forscher haben in einer kombinierten Augenverfolgungs‑ und fMRT‑Studie gezeigt, dass die Dauer des Blicks auf eine Option die Wahlwahrscheinlichkeit erhöht und die neuronalen Signale für akkumulierte Werte im…

Forscher haben in einer kombinierten Augenverfolgungs‑ und fMRT‑Studie gezeigt, dass die Dauer des Blicks auf eine Option die Wahlwahrscheinlichkeit erhöht und die neuronalen Signale für akkumulierte Werte im prä‑SMA und im dlPFC verstärkt.

Studienziel und Design

Probanden lernten schrittweise den Wert zweier Nahrungs‑Lotterien kennen. Durch gezielte zeitliche Manipulation des Evidenzbeginns konnten die Wissenschaftler Entscheidungen über einen verlängerten Zeitraum hinweg beobachten und gesampelte sowie akkumulierte Evidenz getrennt analysieren. Währenddessen wurden Blickbewegungen und Gehirnaktivität simultan erfasst.

Ergebnisse im Gehirn

Die Analyse ergab inkonsistente Korrelationen von gesampelten und akkumulierten Evidenzsignalen mit Aktivität im ventromedialen Frontallappen (vmPFC), im ventralen Striatum und im intraparietalen Sulcus (IPS). Im Gegensatz dazu zeigten sich konsistente Korrelationen von akkumulierten Evidenzsignalen mit Aktivität im dorsolateralen Frontallappen (dlPFC) und im prä‑Supplementär‑Motor‑Bereich (prä‑SMA).

Einfluss der Blickrichtung

Mehr Blicke auf eine Option steigerten deren Wahlwahrscheinlichkeit. Gleichzeitig verstärkte die Blickdauer die akkumulierten Wertsignale über die nicht blickmodulierten Signale im prä‑SMA und teilweise im dlPFC hinaus, was auf einen anhaltenden Einfluss visueller Aufmerksamkeit auf Entscheidungsvariablen hinweist.

Bedeutung für Entscheidungsmodelle

Die Befunde legen nahe, dass visuelle Aufmerksamkeit nicht nur kurzfristige Auswahlprozesse beeinflusst, sondern langfristig die neuronale Repräsentation von akkumulierten Evidenzwerten moduliert. Aktivität im prä‑SMA und im dlPFC könnte demnach als Träger blickgewichteter, akkumulierter Evidenz interpretiert werden.

Zukünftige Forschung

Weitere Studien könnten untersuchen, ob ähnliche Mechanismen in anderen Entscheidungskontexten oder bei klinischen Populationen auftreten und wie diese Erkenntnisse in theoretische Modelle der Entscheidungsfindung integriert werden können.

Dieser Bericht basiert auf Informationen von eLife, lizenziert unter Quelle beachten. Lizenzangabe konnte nicht eindeutig zugeordnet werden.

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