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AI GENERATED 03.02.2026 • 20:45 Wissenschaft & Forschung

BMI zeigt nach Anpassung keinen Überlebensvorteil bei akuter Herzinsuffizienz

Kernergebnis der Untersuchung

Eine aktuelle prospektive Beobachtungsstudie mit 957 hospitalisierten Patienten mit akuter Herzinsuffizienz kommt zu dem Ergebnis, dass der Body-Mass-Index (BMI) nach umfangreicher statistischer Anpassung keinen signifikanten Einfluss auf die zweijährige Mortalität hat. Die Autoren berichten, dass das zuvor beobachtete „Obesity Paradox“ vollständig durch demografische Unterschiede, Begleiterkrankungen und Schweregrad der Herzinsuffizienz erklärt werden kann.

Studienaufbau und Patientenkohorte

Das Forscherteam um Nicolas Garin und Kollegen rekrutierte zwischen 2020 und 2022 konsequent alle Patienten, die wegen akuter Herzinsuffizienz aufgenommen wurden. Von den eingeschlossenen Personen waren 500 (47 %) mit reduzierter Ejektionsfraktion (HFrEF) und 443 (53 %) mit erhaltener Ejektionsfraktion (HFpEF) vertreten. Das mittlere Alter betrug 76 Jahre, 41 % waren weiblich. Der BMI verteilte sich auf 400 (39 %) normalgewichtige, 301 (30 %) übergewichtige und 256 (25 %) adipöse Patienten (Klasse I: 144; Klasse II/III: 112).

Ergebnisse ohne statistische Anpassung

Unadjustierte Sterblichkeitsraten lagen bei normalgewichtigen Patienten bei 37 %, bei Übergewichtigen bei 26 % und bei Adipösen bei 22 %. Der unadjustierte Hazard Ratio (HR) für jede zusätzliche BMI‑Einheit betrug 0,96 (95 % KI 0,94–0,98) in der Gesamtkohorte, 0,97 (95 % KI 0,94–1,02) bei HFrEF und 0,94 (95 % KI 0,92–0,97) bei HFpEF.

Ergebnisse nach multivariabler Anpassung

Nach Berücksichtigung von Alter, Geschlecht, Vorhofflimmern, Diabetes, chronisch obstruktiver Lungenerkrankung, chronischer Anämie, Hypertonie, glomerulärer Filtrationsrate und NT‑proBNP ergab das Modell einen HR von 1,00 (95 % KI 0,96–1,02) für die Gesamtheit, 1,02 (95 % KI 0,96–1,07) für HFrEF und 0,98 (95 % KI 0,94–1,01) für HFpEF. Damit zeigte sich kein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen BMI und Überleben.

Schlussfolgerungen der Autoren

Die Studienautoren schließen, dass das vermeintliche Überlebensvorteil von Übergewicht bei akuter Herzinsuffizienz durch Unterschiede in den Ausgangscharakteristika und Krankheitslast erklärt wird. Sie betonen, dass nach adäquater Berücksichtigung von Risikofaktoren kein eigenständiger schützender Effekt des adipösen Zustands nachweisbar ist.

Bedeutung für die klinische Praxis

Die Ergebnisse stellen frühere Annahmen, wonach adipöse Patienten von einer besseren Prognose profitieren, in Frage und unterstreichen die Notwendigkeit, Therapieentscheidungen nicht allein nach BMI zu treffen. Weitere Forschung sei erforderlich, um die Rolle von Körperzusammensetzung und metabolischen Parametern genauer zu beleuchten.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von PLOS ONE, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Open Access). Wissenschaftliche Inhalte, offen zugänglich.

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