Maseru – Am 12. Februar 2026 fand in der Hauptstadt Lesothos die nationale Gedenkfeier zum Weltepilepsietag statt. Der Gesundheitsminister, Ehrwürdiger Selibe Mochoboroane, rief dazu auf, Stigmatisierung zu beenden und die medizinische Versorgung zu stärken. Laut Angaben des Ministeriums leben etwa 5 000 Menschen in Lesotho mit Epilepsie.
Verbreitung und globale Perspektive
Epilepsie gehört zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen weltweit und betrifft über 50 Millionen Menschen. Fast 80 % der Betroffenen leben in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen, zu denen auch Lesotho zählt. Die WHO weist darauf hin, dass bis zu 70 % der Patienten mit geeigneter Medikation seizure‑frei leben können.
Ursachen und Prävention
Die Ministerialchefin für nichtübertragbare Krankheiten, Doktorin Malitaba Litaba, erklärte, dass Traumata, Infektionen und spontane Fälle die Hauptursachen seien. Besonders häufig sei traumabedingte Epilepsie, die häufig aus Verkehrsunfällen oder traditionellen Kampfpraktiken resultiere. Viele dieser Ursachen seien vermeidbar.
Hindernisse bei der Versorgung
In Lesotho erschweren begrenzter Zugang zu Medikamenten, Fachkräftemangel, weite Entfernungen zu Gesundheitszentren sowie anhaltende Mythen die rechtzeitige Behandlung. Die Folgen zeigen sich in Schulabbrüchen von Kindern und Beschäftigungsverlusten bei Erwachsenen.
Engagement der WHO
Der WHO‑Vertreter Dr. Innocent Nuwagira und das Team‑Lead Dr. Sirak Hailu betonten das hohe Priorisieren von Epilepsie im globalen Gesundheitsplan. Sie versprachen, gemeinsam mit der Regierung, der Zivilgesellschaft und Partnern die Behandlungslücke zu schließen und das Stigma zu reduzieren.
Rolle der Zivilgesellschaft
Die Organisation Epilepsy Lesotho, geleitet von Executive Director Nthabeleng Hlalele, unterstützt Betroffene durch Aufklärung, Interessenvertretung und Erfahrungsaustausch. Sie trägt dazu bei, Vorurteile abzubauen und Familien zu stärken.
Gemeinsamer Pakt für die Zukunft
Der Abschluss der Veranstaltung war die Unterzeichnung des Epilepsy Pledge, ein nationales Versprechen für Würde, Inklusion und Hoffnung. Die Unterzeichner verpflichten sich, die Versorgung zu verbessern und Diskriminierung zu beenden, um die Lebensqualität aller Betroffenen zu erhöhen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von World Health Organization, lizenziert unter Public Data / Terms of Use (Attribution Required). Quelle unterliegt den Nutzungsbedingungen der jeweiligen internationalen Organisation.
