Am 1. Januar 2026 hat Bulgarien den Euro als offizielles Zahlungsmittel eingeführt, wodurch die Zahl der EU‑Staaten mit einheitlicher Währung auf 21 steigt.
Eintritt in das Eurosystem
Mit dem Inkrafttreten des Euro wird die Bulgarische Nationalbank Vollmitglied des Eurosystems und erhält einen Sitz im EZB‑Gouverning Council, wodurch sie an den Entscheidungen der Geldpolitik teilnimmt.
Einbindung in den einheitlichen Aufsichtsmechanismus
Gleichzeitig wird die Bulgarische Nationalbank Vollmitglied des Single Supervisory Mechanism, das seit Oktober 2020 bereits im Rahmen der engen Zusammenarbeit aktiv ist. Die EZB übernimmt damit die direkte Aufsicht über vier bedeutende Institute und die Aufsicht über 17 weniger bedeutende Institute in Bulgarien.
Finanzielle Beiträge und Reserven
Die Bulgarische Nationalbank hat ihren Kapitalanteil an die EZB vollständig eingezahlt und die Mittel in die Fremdwährungsreserven der EZB übertragen. Ab dem 1. Januar 2026 können bulgarische Gegenparteien an den offenen Marktoperationen der EZB teilnehmen.
Zugang zu TARGET‑Diensten
Der bulgarische Markt nutzt seit heute die TARGET‑Dienste des Eurosystems – T2 für Zahlungsabwicklungen, T2S für Wertpapiere, TIPS für Sofortzahlungen und ECMS für das Collateral‑Management. Die Nutzung von T2S und TIPS besteht bereits seit 2023 bzw. 2024.
Übergangsregelungen und Reserveanforderungen
Die EZB hat am 13. Oktober 2025 Übergangsbestimmungen für Mindestreserveanforderungen veröffentlicht. Vermögenswerte, die die Voraussetzungen erfüllen, werden in die Liste des zulässigen Sicherheitenpools des Euroraums aufgenommen.
Reaktion der Europäischen Zentralbank
„Ich begrüße Bulgarien herzlich in der Euro‑Familie und den Gouverneur Radev am EZB‑Gouverning Council in Frankfurt“, erklärte Christine Lagarde, Präsident der Europäischen Zentralbank. „Der Euro ist ein starkes Symbol für das, was Europa gemeinsam erreichen kann.“ Die EZB beleuchtete ihr Hauptgebäude in Frankfurt, um den historischen Schritt zu markieren.Dieser Bericht basiert auf Informationen von Europäische Zentralbank, lizenziert unter Creative Commons BY 4.0 (Europäische Union). Enthält Informationen von Organen der Europäischen Union.
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