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Bund empfiehlt Vorzugsvariante für zweigleisigen Bahnstreckenneubau Hamburg‑Hannover
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AI GENERATED 20.04.2026 • 21:21 Politik und Gesellschaft

Bund empfiehlt Vorzugsvariante für zweigleisigen Bahnstreckenneubau Hamburg‑Hannover

Deutschland: Bund empfiehlt Vorzugsvariante für zweigleisigen Bahnstreckenneubau Hamburg‑Hannover

Der Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages hat am 20.04.2026 in einer öffentlichen Anhörung die Vorplanung für den zweigleisigen Neubaustreckenabschnitt zwischen Hannover‑Vinnhorst und Hamburg‑Meckelfeld diskutiert. Das Eisenbahn‑Bundesamt bewertete die von der DB InfraGO AG vorgelegte Vorzugsvariante als wirtschaftlich und sparsam, sodass der Bund die Bestätigung dieser Variante für die weiteren Planungen empfiehlt.

Bewertung des Vorhabens durch das Eisenbahn‑Bundesamt

Im zugrunde liegenden Bericht (21/3150) wird betont, dass die Vorzugsvariante die geforderten Kriterien der Wirtschaftlichkeit erfüllt und gleichzeitig geringere Schallbelastungen, einen kleineren Eingriff in den Naturschutz sowie einen reduzierten Flächenverbrauch in der Landwirtschaft vorsieht. Zusätzlich soll die neue Trasse die Pünktlichkeit im bestehenden Netz erhöhen, den Nahverkehr ausbauen und den Güterverkehr halbieren.

Argumente der BefĂĽrworter

Matthias Hudaff, Leiter Großprojekte bei der DB InfraGO AG, führte aus, dass nur die Neubaustrecke sämtliche Vorgaben und Ziele erfülle und damit das Potenzial für einen „Express‑Nahverkehr“ erschließe. Der Geschäftsführer des Zentralverbands der deutschen Seehafenbetriebe, Lutz Könner, bezeichnete das Projekt als Schlüsselprojekt für das norddeutsche Hafenhinterland und betonte, dass ohne den Neubau die Logistik der deutschen Ex‑ und Importhäfen ineffizient bleibe. Der Bundesvorsitzende des Fahrgastverbands PRO BAHN, Lukas Iffländer, verwies auf eine Auslastung von 147 % im Jahr 2023 und argumentierte, dass Verbesserungen an der Bestandsstrecke lediglich eine Steigerung von acht Prozent ermöglichen würden.

Kritische Stimmen aus Politik und Wissenschaft

Peter Dörsam, Bürgermeister der Samtgemeinde Tostedt, lehnte den Neubau ab und favorisierte stattdessen den Ausbau bestehender Strecken. Er nannte eine Gesamtwertprognose von 14,1 Milliarden Euro, während in der Nutzen‑Kosten‑Rechnung lediglich 8,8 Milliarden Euro berücksichtigt wurden, was nach seiner Berechnung ein Nutzen‑Kosten‑Verhältnis unter 1,0 ergeben würde. Der Landrat des Landkreises Heidekreis, Jens Grote, warnte vor einer unveränderten Verkehrssituation bis zur geplanten Inbetriebnahme 2050/2065 und forderte sofortige Lösungen. Professor Thomas Siefer von der Technischen Universität Braunschweig kritisierte die Kostenstruktur und rechnete aus, dass ein Fahrzeitgewinn von einer Minute rund eine Milliarde Euro koste.

Weitere Positionen und Finanzierung

Kay Rabe vom VCD Landesverband Niedersachsen betonte, dass nur ein Neubau die Kapazitätsprobleme in der geplanten Bauzeit lösen könne, während die Generalsanierung 2029 allein nicht ausreiche. Omid Najafi, Mitglied des Niedersächsischen Landtags, sprach sich für die beschleunigte Fertigstellung der Autobahn A20 und einer zusätzlichen Elbquerung aus und schlug vor, die Strecke Uelzen‑Lüneburg dreigleisig zu ertüchtigen. Neun Maßnahmen zur Erhöhung der Schienenkapazität werden aus dem Klimaschutzpaket finanziert, und das moderne Signalsystem ETCS soll eingebaut werden.

Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).

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