Deutschland: Bund hält 0,6 Prozent an BioNTech nach Übernahme von CureVac
Aktuelle Beteiligung des Bundes
Der Bund besitzt nach der vollständigen Übernahme von CureVac durch BioNTech im Jahr 2025 nun 0,6 Prozent an BioNTech. Aufgrund dieser geringen Beteiligung kann er keinen Vertreter in den Aufsichtsrat entsenden und hat über die allgemeinen Aktionärsrechte hinaus keine Einflussmöglichkeiten auf unternehmerische Entscheidungen.
Hintergrund des Aktientauschs
Laut der Antwort des Bundes (21/7662) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (21/7227) hat die Bundesregierung einem Aktientausch von CureVac‑Aktien gegen BioNTech‑Aktien zugestimmt. Vor dem Tausch hielt der Bund noch 13,3 Prozent an CureVac.
Einflussmöglichkeiten des Bundes
Die Bundesregierung betont, dass die derzeitige Beteiligung von 0,6 Prozent keine Möglichkeit zur Einflussnahme auf strategische Unternehmensentscheidungen bietet. Der Bund kann lediglich im Rahmen der allgemeinen Aktionärsrechte abstimmen.
Geplante Umstrukturierungen bei BioNTech
BioNTech plant die Schließung mehrerer Produktionsstandorte im In‑ und Ausland sowie den Abbau von rund 1 860 Stellen. Gleichzeitig prüft der US‑Konzern Moderna die Übernahme von BioNTech‑Werken.
Auswirkungen auf den Innovationsstandort
Die Bundesregierung wurde vor der öffentlichen Bekanntgabe über die geplanten Schließungen und den Stellenabbau informiert. Laut Angaben des Ministeriums seien die Folgen für den Innovationsstandort Deutschland derzeit nur schwer abzuschätzen. Mögliche Konsequenzen umfassen Arbeitsplatzverluste, eine Schwächung regionaler Innovationsnetzwerke sowie Veränderungen bei Forschungs‑, Entwicklungs‑ und Produktionskapazitäten.
Regierungsmaßnahmen
Die Bundesregierung arbeitet intensiv an einer Verbesserung der innovationspolitischen Rahmenbedingungen, um mögliche negative Effekte der Umstrukturierungen zu mildern.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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