Deutschland: Bund startet internationalen Gestaltungswettbewerb fĂĽr Denkmal zu polnischen Opfern des Zweiten Weltkriegs
Wettbewerbsaufruf
Ein internationaler Gestaltungswettbewerb wurde vom Bund initiiert, um ein Denkmal für die polnischen Opfer des Zweiten Weltkriegs und der deutschen Besatzung in Polen 1939–1945 zu planen. Die Bewerbungsfrist endet am 5. Mai 2026, und für die Realisierung stehen insgesamt fünf Millionen Euro zur Verfügung.
Standort des Denkmals
Das geplante Denkmal soll im Zentrum der Bundeshauptstadt Berlin errichtet werden, konkret auf dem Gelände der ehemaligen Kroll‑Oper, in unmittelbarer Nähe zum Bundeskanzleramt und dem Deutschen Bundestag. Der Standort wurde wegen seiner symbolischen Nähe zu den politischen Institutionen gewählt.
Zielsetzung
Mit dem Denkmal soll ein Ort des Gedenkens an die polnischen Bürger geschaffen werden, die während des Zweiten Weltkriegs und der Besatzungszeit Opfer nationalsozialistischer Verbrechen wurden. Es soll zugleich an die historischen Verbindungen zwischen Deutschland und Polen erinnern und das Bewusstsein für die Gräueltaten stärken.
Teilnahmebedingungen
Zur Teilnahme sind Künstler, Künstlergruppen sowie Architekten eingeladen. Die Einreichungen müssen bis zum genannten Termin vorliegen und werden nach den Vorgaben des Bundes bewertet. Eine gesonderte Jury prüft die künstlerische Qualität, die historische Sensibilität und die technische Machbarkeit.
Verfahren und Bewertung
Nach Ablauf der Bewerbungsfrist erfolgt eine mehrstufige Begutachtung durch ein Gremium, das vom Bund benannt wird. Die Auswahl berücksichtigt sowohl gestalterische Innovation als auch die Fähigkeit, das Gedenken angemessen zu vermitteln. Die endgültige Entscheidung wird vom Bundesministerium für Kultur und Medien getroffen.
Finanzierung
Für die Ausgestaltung und den Bau des Denkmals stellt der Bund ein Budget von fünf Millionen Euro bereit. Dieses Geld deckt die Planung, die künstlerische Umsetzung und die Errichtung des Projekts ab.
Bedeutung fĂĽr die Erinnerungskultur
Über 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs bietet das Vorhaben die Möglichkeit, die Erinnerung an die Opfer zu erneuern und die deutsch‑polnischen Beziehungen weiter zu festigen. Das Denkmal soll als dauerhafter Hinweis auf die Notwendigkeit von Frieden und Versöhnung dienen.Dieser Bericht basiert auf Informationen von Bundesregierung, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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