Gesamtbudget und Einsparungen
Im Haushaltsentwurf für das Jahr 2027 sind für das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend insgesamt rund 15,48 Milliarden Euro vorgesehen, was einem Rückgang von etwa 1,19 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Rückgang resultiert vor allem aus geringeren Ansätzen bei den gesetzlichen Familienleistungen. Im Einzelplan sind globale Minderausgaben von insgesamt rund 276,4 Millionen Euro veranschlagt, wovon 16,7 Millionen Euro auf einen Konsolidierungsbeitrag und 163,7 Millionen Euro auf weitere Minderausgaben entfallen; zusätzlich werden 96 Millionen Euro für Effizienzmaßnahmen eingeplant.
Familienleistungen
Der größte Ausgabenblock betrifft die gesetzlichen Familienleistungen, für die 2027 rund 11,96 Milliarden Euro bereitstehen, gegenüber 13,01 Milliarden Euro im Vorjahr. Das Elterngeld wird von 7,51 Milliarden Euro auf 7,07 Milliarden Euro reduziert, während der Kinderzuschlag für Familien mit geringem Einkommen 3,12 Milliarden Euro erhält, leicht unter dem Vorjahrswert von 3,38 Milliarden Euro. Das Kindergeld nach dem Bundeskindergeldgesetz steigt hingegen von 227,5 Millionen Euro auf 241,1 Millionen Euro.
Unterhaltsvorschuss und Jugendförderung
Die Mittel für das Unterhaltsvorschussgesetz sinken von 1,31 Milliarden Euro auf 914 Millionen Euro. Für die Kinder- und Jugendpolitik sind insgesamt rund 1,09 Milliarden Euro vorgesehen, fast unverändert gegenüber 1,11 Milliarden Euro im Vorjahr. Die Zuschüsse für Länder, Träger und freie Jugendhilfe bleiben mit rund 261,9 Millionen Euro stabil.
Demokratiebildung und frühe Hilfen
Die Ausgaben für Demokratiebildung und Extremismusprävention werden von rund 204,5 Millionen Euro auf 170,1 Millionen Euro gekürzt; davon entfallen etwa 167,4 Millionen Euro auf das Bundesprogramm „Demokratie leben!“. Die Bundesstiftung Frühe Hilfen erhält hingegen einen höheren Ansatz von 71 Millionen Euro gegenüber 56 Millionen Euro im Vorjahr.
Zivilgesellschaft und Freiwilligendienste
Für die Stärkung der Zivilgesellschaft, Familien‑, Gleichstellungs‑ und Seniorenpolitik stehen 496,4 Millionen Euro bereit, leicht unter dem Vorjahrswert von 498,4 Millionen Euro. Die Finanzierungen für die Freiwilligendienste bleiben unverändert bei 153,7 Millionen Euro für die Jugendfreiwilligendienste und 211,2 Millionen Euro für den Bundesfreiwilligendienst.
Bildungsbereich und digitale Infrastruktur
Im Bildungsbereich sind 1,71 Milliarden Euro vorgesehen, marginal unter den 1,74 Milliarden Euro des Vorjahres. Die Modernisierung der beruflichen Bildung erhält 382,4 Millionen Euro, im Vergleich zu 387,4 Millionen Euro zuvor. Zusätzliche Mittel für Bildungs‑ und Betreuungsinfrastruktur stehen im Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ mit rund 1,41 Milliarden Euro zur Verfügung, davon werden drei Titel mit insgesamt 843,8 Millionen Euro bewirtschaftet. Der Digitalpakt 2.0 bleibt mit 50 Millionen Euro unverändert, während die digitale Bildungsinfrastruktur von 225 Millionen Euro auf 360 Millionen Euro erhöht wird. Das Investitionsprogramm
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