Gesamtbudget
Die Bundesregierung plant für das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) im Haushaltsjahr 2027 einen Gesamtausgabenplan von rund 9,47 Milliarden Euro. Damit liegt das Budget 586,6 Millionen Euro unter dem Niveau von 2026, das bei 10,06 Milliarden Euro lag.
Einnahmen und Verpflichtungen
Im Einzelplan sind 23 Ausgabenpositionen mit etwa 9,47 Milliarden Euro vorgesehen, wovon rund 7,42 Milliarden Euro als Verpflichtungsermächtigungen gelten – Ausgaben, die erst in künftigen Haushaltsjahren wirksam werden. Die Einnahmen des Ministeriums werden für 2027 mit rund 513,9 Millionen Euro veranschlagt, im Vergleich zu knapp 679 Millionen Euro im laufenden Jahr.
Globale Minderausgaben
Der Entwurf sieht globale Minderausgaben in Höhe von insgesamt 99,43 Millionen Euro vor. Davon entfallen 45,43 Millionen Euro auf einen Konsolidierungsbeitrag, während neu 54 Millionen Euro für Effizienzmaßnahmen eingeplant werden.
Bilaterale Zusammenarbeit
Für die bilaterale staatliche Entwicklungszusammenarbeit sind 2027 rund 3,91 Milliarden Euro vorgesehen, gegenüber 4,64 Milliarden Euro im Vorjahr. Die bilaterale technische Zusammenarbeit erhält 1,57 Milliarden Euro, während die bilaterale finanzielle Zusammenarbeit von 1,97 Milliarden Euro auf etwa 2,09 Milliarden Euro steigt.
Krisenbewältigung und Infrastruktur
Im Kapitel „Krisenbewältigung und Wiederaufbau, Infrastruktur“ sind für 2027 lediglich noch rund 434,9 Millionen Euro vorgesehen, verglichen mit etwa 710,8 Millionen Euro im Jahr 2026. Der Ansatz für die „Globale Transformation von Ernährungssystemen“ reduziert sich von 259,4 Millionen Euro auf 173,2 Millionen Euro.
Weitere Förderbereiche
Die Ausgaben für das zivilgesellschaftliche, kommunale und wirtschaftliche Engagement sinken von rund 1,32 Milliarden Euro auf 1,17 Milliarden Euro. Die Mittel für politische Stiftungen werden von etwa 374,5 Millionen Euro auf 267 Millionen Euro gekürzt, während die Förderung des bürgerschaftlichen und kommunalen Engagements von rund 394,5 Millionen Euro auf 425,5 Millionen Euro steigt.
Multilaterale Beiträge
Das Kapitel „Europäische Entwicklungszusammenarbeit, Beiträge an die Vereinten Nationen sowie andere internationale Einrichtungen“ sieht für 2027 rund 1,61 Milliarden Euro vor, gegenüber 1,78 Milliarden Euro im Vorjahr. Die Beiträge an die Vereinten Nationen und ihre Sonderorganisationen sinken von etwa 515,9 Millionen Euro auf 442,7 Millionen Euro. Der Beitrag zu den Europäischen Entwicklungsfonds reduziert sich auf 94,7 Millionen Euro, während der Globale Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria mit 286 Millionen Euro nahezu unverändert bleibt. Für umwelt- und klimaschutzbezogene multilaterale Hilfen sind 694,6 Millionen Euro vorgesehen, während die Mittel für multilaterale Entwicklungsbanken auf 1,36 Milliarden Euro steigen. Zahlungen an Einrichtungen der Weltbankgruppe erhöhen sich von rund 909,9 Millionen Euro auf 1,09 Milliarden Euro.
Klima‑ und Transformationsfonds
Zusätzliche Mittel in Höhe von insgesamt 178,6 Millionen Euro werden im Klima‑ und Transformationsfonds bereitgestellt. Davon entfallen 126,6 Millionen Euro auf die „Tropical Forest Forever Facility“ (TFFF) und 52 Millionen Euro auf internationale Transformationsmaßnahmen. Für den deutschen Beitrag zum TFFF sind Verpflichtungsermächtigungen von 873,4 Millionen Euro vorgesehen, sodass die Bundesregierung insgesamt eine Milliarde Euro für diesen Bereich einplant.Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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