Gesamtbudget
Im Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2027 sind für das Auswärtige Amt Ausgaben in Höhe von rund 5,96 Milliarden Euro vorgesehen, was einem Rückgang von etwa 67 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Verpflichtungen und Zuweisungen
Die Verpflichtungsermächtigungen, also Ausgaben, die erst in künftigen Haushaltsjahren wirksam werden, belaufen sich auf rund 2,41 Milliarden Euro. Auf Zuweisungen und Zuschüsse entfallen etwa 3,32 Milliarden Euro, 180,7 Millionen Euro weniger als 2026.
Personalausgaben und Verwaltung
Die Personalausgaben steigen um rund 48,8 Millionen Euro auf 1,44 Milliarden Euro, während die sächlichen Verwaltungsausgaben um etwa 26,4 Millionen Euro auf 870,2 Millionen Euro zulegen. Für Investitionen sind rund 387,1 Millionen Euro vorgesehen, 64,4 Millionen Euro mehr als im Vorjahr.
Programmatische Schwerpunkte
Im Kapitel „Sicherung von Frieden und Stabilität“ sinkt der Ansatz von 2,44 Milliarden Euro auf 2,20 Milliarden Euro. Die Mittel für „Humanitäre Hilfe und Krisenprävention“ betragen rund 1,43 Milliarden Euro, leicht unter dem Vorjahreswert von 1,46 Milliarden Euro. Die Ausgaben für „Leistungen an die VN und im internationalen Bereich“ fallen von 887,8 Millionen Euro auf 680 Millionen Euro, wobei der Beitrag an die Vereinten Nationen auf 309,5 Millionen Euro reduziert wird.
Internationale Verpflichtungen
Für die bilaterale Zusammenarbeit und Pflege der Auslandsbeziehungen sind rund 229 Millionen Euro vorgesehen, gegenüber 180,1 Millionen Euro im Vorjahr. Die Pflege kultureller Beziehungen zum Ausland erhält 960,5 Millionen Euro, leicht unter dem Vorjahreswert von 978,2 Millionen Euro. Der Schulfonds für das deutsche Schulwesen im Ausland steigt auf 308,8 Millionen Euro. Das Goethe-Institut erhält 225,3 Millionen Euro, der Deutsche Akademische Austauschdienst 204,9 Millionen Euro.
Weitere Mittel außerhalb des Einzelplans
Für die Ertüchtigung von Partnerstaaten im Bereich Sicherheit, Verteidigung und Stabilisierung stehen 470 Millionen Euro bereit, darunter 90 Millionen Euro aus dem Auswärtigen Amt und 240 Millionen Euro für die Europäische Friedensfazilität. Zusätzlich werden rund 11,61 Milliarden Euro für die Ertüchtigung von Staaten bereitgestellt, die durch völkerrechtliche Verstöße angegriffen wurden, einschließlich 180 Millionen Euro für die Ukraine-Initiative und 648,6 Millionen Euro für die Europäische Friedensfazilität Ukraine.
Ausblick
Der Haushaltsentwurf begründet die Reduzierung der UN-Beiträge mit einer dreijährigen Beitragsskala für Friedensmissionen, die 2027 50 Prozent, 2028 150 Prozent und 2029 100 Prozent der jeweiligen Beiträge vorsieht. Insgesamt spiegelt der Entwurf eine leicht gesenkte Gesamtfinanzierung des Auswärtigen Amts wider, während gezielte Investitionen in Sicherheit und bilaterale Beziehungen ausgebaut werden.Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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