Deutschland: Bundeshaushalt 2027 – Ergebnisse der Generaldebatte
Am Mittwoch, den 9. September 2026, fand die dreieinhalbstündige Generaldebatte zur Politik der Bundesregierung statt. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und die Vorsitzenden der Bundestagsfraktionen präsentierten zentrale Punkte des Haushaltsentwurfs für das Jahr 2027.
Allgemeine Rahmenbedingungen
Der Einzelplan 04 für Bundeskanzler und Bundeskanzleramt soll auf rund 5,16 Milliarden Euro ansteigen, was einem Plus von 165,5 Millionen Euro gegenüber dem Soll 2026 entspricht. Der Gesamtetat des Bundes für 2027 umfasst damit höhere Ausgaben für Verwaltung, Zuweisungen, Investitionen und Personal.
Ausgaben für den Bundeskanzler und das Kanzleramt
Für den Bundeskanzler und das Bundeskanzleramt sind rund 271,8 Millionen Euro vorgesehen, 11,5 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Der Erweiterungsbau des Kanzleramts erhält 132,5 Millionen Euro, leicht unter den 133,5 Millionen Euro des laufenden Jahres. Die zentralen Verwaltungsausgaben des Geschäftsbereichs des Kanzleramts steigen von 82,1 Millionen Euro auf 86 Millionen Euro.
Förderung des Sports und Ehrenamts
Die Ausgaben für Sport und Ehrenamt betragen 2027 insgesamt rund 398,3 Millionen Euro, 11,9 Millionen Euro mehr als 2026. Davon entfallen 361,7 Millionen Euro auf die Titelgruppe „Sport“. Zusätzliche Mittel fließen in die Olympiabewerbung (Aufstockung von 2,45 Millionen Euro auf 6 Millionen Euro) und das Zentrum Safe Sport (5 Millionen Euro).
Finanzierung des Bundesnachrichtendienstes
Der Bundesnachrichtendienst erhält für 2027 rund 1,85 Milliarden Euro, ein Anstieg von 342 Millionen Euro gegenüber 2026. Damit entfällt mehr als ein Drittel der Ausgaben des Einzelplans 04 auf den Nachrichtendienst.
Kultur- und Medienbudget
Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Kulturstaatsminister Dr. Wolfram Weimer, bekommt für 2027 ein Budget von 2,1 Milliarden Euro. Schwerpunkte liegen bei der Kulturförderung im Inland (918,6 Millionen Euro), der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (377,0 Millionen Euro) und dem Auslandsrundfunk, insbesondere der Deutschen Welle (388,6 Millionen Euro).
Weitere Einzelpläne und Verpflichtungen
Personalausgaben steigen um 36,5 Millionen Euro auf 438,2 Millionen Euro, während Investitionsausgaben um 155 Millionen Euro auf 743,9 Millionen Euro sinken. Verpflichtungsermächtigungen für die kommenden Haushaltsjahre betragen rund 635,1 Millionen Euro. Globale Minderausgaben werden auf 20,5 Millionen Euro reduziert.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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