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Bundeshaushalt 2027 reduziert Ausgaben im Gesundheitssektor deutlich
AI GENERATED 17.08.2026 17:40 Wirtschaft und Finanzen

Bundeshaushalt 2027 reduziert Ausgaben im Gesundheitssektor deutlich

Für das Jahr 2027 plant der Bund im Haushaltsentwurf deutlich geringere Mittel im Gesundheitsbereich. Im Einzelplan 15 sind Ausgaben von rund 14,33 Milliarden Euro vorgesehen, das entspricht einer Reduktion von…

Für das Jahr 2027 plant der Bund im Haushaltsentwurf deutlich geringere Mittel im Gesundheitsbereich. Im Einzelplan 15 sind Ausgaben von rund 14,33 Milliarden Euro vorgesehen, das entspricht einer Reduktion von etwa 7,43 Milliarden Euro gegenüber dem laufenden Jahr, in dem die Soll‑Ausgaben bei rund 21,77 Milliarden Euro lagen.

Hauptposten des Gesundheitsetats

Der größte Teil der Mittel entfällt nach wie vor auf die Zuwendungen an den Gesundheitsfonds. Während seit 2017 jährlich etwa 14,5 Milliarden Euro für die pauschale Abgeltung der Aufwendungen der Krankenkassen veranschlagt wurden, sinkt der Bundeszuschuss im Entwurf 2027 auf 12,5 Milliarden Euro – ein Rückgang von rund zwei Milliarden Euro.

Pflege und soziale Sicherung

Die Ausgaben für Pflegevorsorge und sonstige soziale Sicherung fallen auf rund 79 Millionen Euro, im Vergleich zu 3,28 Milliarden Euro im Vorjahr. Der Wegfall des überjährigen Darlehens an den Ausgleichsfonds der sozialen Pflegeversicherung trägt maßgeblich zu dieser Kürzung bei. Die Förderung der freiwilligen privaten Pflegevorsorge wird von 57,7 Millionen Euro auf 56 Millionen Euro reduziert.

Erhöhte Mittel für Prävention und Cybersicherheit

Im Bereich Prävention und Gesundheitsverbände steigen die Mittel auf rund 851 Millionen Euro, damit um 123 Millionen Euro gegenüber 2026. Die Finanzierung der Pandemiebereitschaftsverträge wird auf 175 Millionen Euro reduziert, während die Zuschüsse zur zentralen Impfstoffbeschaffung von 59 Millionen Euro auf 48 Millionen Euro sinken. Gleichzeitig wird das Budget für Maßnahmen zur Erhöhung der Cybersicherheit in Gesundheitseinrichtungen von rund 189 Millionen Euro auf rund 541 Millionen Euro angehoben.

Forschung und internationale Gesundheit

Die Gesamtausgaben für Forschungsvorhaben und -einrichtungen werden auf rund 131 Millionen Euro festgelegt, weniger als die 147 Millionen Euro des Vorjahres. Mittel für internationale Gesundheitsprojekte sinken von rund 115 Millionen Euro auf 106 Millionen Euro, während die Beiträge an die WHO bei etwa 37 Millionen Euro stabil bleiben. Für den Betrieb des WHO‑Hub for Pandemic and Epidemic Intelligence in Berlin werden erneut 15 Millionen Euro bereitgestellt.

Budget der Gesundheitsbehörden

Das Bundesministerium für Gesundheit erhält rund 170,3 Millionen Euro, ein leichter Anstieg gegenüber 2026. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit bekommt 23,3 Millionen Euro, das Paul‑Ehrlich‑Institut 114,8 Millionen Euro und das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte 154 Millionen Euro. Das Robert‑Koch‑Institut erhält 227,2 Millionen Euro, jeweils um rund 17 Millionen Euro erhöht.

Globale Minderausgaben

Der Entwurf sieht zudem eine neue globale Minderausgabe für Effizienzmaßnahmen in Höhe von 96 Millionen Euro vor. Zusammen mit dem unveränderten Konsolidierungsbeitrag von rund 15,3 Millionen Euro ergeben sich globale Minderausgaben von insgesamt rund 111,3 Millionen Euro.

Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).

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