Das Bundeskabinett hat beschlossen, eine entwicklungspolitische Nord‑Süd‑Kommission (ENSK) einzurichten, um die internationalen Partnerschaften zu stärken. Die Kommission soll am 30. Juni 2026 im Rahmen der Hamburg Sustainability Conference in Hamburg ihre Arbeit aufnehmen.
Zusammensetzung der Kommission
Die unabhängige Kommission wird aus rund 20 Mitgliedern bestehen und von zwei Co‑Vorsitzenden geleitet. Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Privatwirtschaft, Gewerkschaften, Zivilgesellschaft sowie internationalen Organisationen des Globalen Südens und Nordens werden beteiligt.
Co‑Vorsitzende
Laura Chinchilla, ehemaliger Präsident Costa Ricas (2010‑2014), und Olaf Scholz, ehemaliger Bundeskanzler, übernehmen gemeinsam den Vorsitz. Beide bringen langjährige Erfahrung in multilateralen Verhandlungen mit.
Aussagen der Bundesregierung
Bundesentwicklungsminister Reem Alabali Radovan betonte, dass die Kommission ein wichtiges Signal für stabile Partnerschaften mit Ländern des Globalen Südens sei. Sie erklärte, dass die neue Einrichtung dazu beitragen solle, die partnerschaftlichen Beziehungen zu intensivieren und ein globales Netzwerk auszubauen.
Aufgaben und Agenda 2030
Die Kommission soll Schlüsselrollen bei der Erarbeitung gemeinsamer Lösungen für globale Herausforderungen übernehmen. Die Agenda 2030 der Vereinten Nationen dient dabei als zentrales Referenzdokument, und die Kommission wird zudem Empfehlungen für ein Rahmenwerk nach 2030 erarbeiten.
Strategischer Begleitkreis
Ein strategischer Begleitkreis wird Vertreter aus Parlament, anderen Bundesressorts, Privatwirtschaft, Gewerkschaften, Wissenschaft, politischen Stiftungen, Zivilgesellschaft, Organisationen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit und Jugend zusammenbringen.
Erwartete Wirkung
Durch die Einbindung vielfältiger Akteure soll die Kommission innovative Partnerschaftsmodelle entwickeln und Impulse für die Zukunft der deutschen Entwicklungspolitik geben. Ziel ist es, globale Herausforderungen gemeinsam zu adressieren und die Zusammenarbeit mit dem Globalen Süden zu vertiefen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Bundesregierung, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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