Plattform fĂĽr Wirtschaftsdiskussion
Das Ostdeutsche Wirtschaftsforum (OWF) diente als Plattform, auf der Bundeskanzler Friedrich Merz die Bedeutung Ostdeutschlands als Innovationsregion betonte. Er verwies auf die veränderten globalen Rahmenbedingungen und forderte die Nutzung der im Land vorhandenen Potenziale.
Innovationspotenzial und Forschung
Nach Angaben des Kanzlers gehören ostdeutsche Hochschulen und Forschungsinstitute zu den leistungsfähigsten Standorten Deutschlands. In der Wasserstoffwirtschaft und der Chip‑Industrie sei die Region ein europäischer Vorreiter: Jeder dritte in Europa gefertigte Chip stamme inzwischen aus Sachsen.
Wirtschaftliche Dynamik
Statistiken zeigen, dass Ostdeutschland nicht mehr als Aufholregion gilt, sondern in vielen Bereichen über dem Bundesdurchschnitt liegt. Im vergangenen Jahr wurden über 3 500 neue Unternehmen gegründet, täglich mehr als zehn und wochentäglich mehr als 15.
Steuer‑ und Investitionsmaßnahmen
Die Bundesregierung plant, die Körperschaftssteuer sukzessive zu senken, Abschreibungsmöglichkeiten zu erweitern und die Kraftwerkstrategie im Kabinett zu verankern, um die preisliche Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland zu stärken.
Handelspolitische Initiativen
Im Rahmen neuer Handelspartnerschaften wurden das MERCOSUR‑Abkommen, ein Abkommen mit Indien und Verhandlungen mit Mexiko vorangetrieben, um sichere Lieferketten und neue Absatzmärkte zu sichern.
Rolle der Europäischen Union
Die Handelspolitik liegt ausschließlich in der Zuständigkeit der Europäischen Union. Der Kanzler betonte, dass die EU sich auf ihre Kernaufgaben – offenen Binnenmarkt, Freiheit des Personen‑, Kapital‑ und Warenverkehrs – besinnen müsse.
Ausblick
Für die Zukunft sei es entscheidend, die Innovationskraft weiter zu fördern und die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass Ostdeutschland und ganz Deutschland von den neuen Wertschöpfungslogiken profitieren können.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Bundesregierung, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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