Deutschland: Bundeskanzler Merz betont maritime Wirtschaft als Wachstumstreiber auf Konferenz in Emden
Der Bundeskanzler Friedrich Merz hat die 14. Maritime Konferenz der Bundesregierung in Emden eröffnet und die maritime Wirtschaft als wesentlichen Wachstumstreiber für die deutsche Volkswirtschaft bezeichnet. In seiner Rede hob er die Notwendigkeit hervor, die Rahmenbedingungen zu optimieren, um die Branche in einem sich wandelnden globalen Umfeld zu stärken.
Eröffnung und zentrale Botschaft
Auf der Konferenz, die rund 800 Teilnehmer aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft zusammenbrachte, stellte Merz klar, dass Fortschritt häufig in Krisen entsteht und dass Deutschland jetzt einen entscheidenden Sprung nach vorne machen könne. Er betonte, dass Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit zwei untrennbare Seiten einer Medaille seien, die für die maritime Wirtschaft grundlegend seien.
Bedeutung der maritimen Wirtschaft
Nach Angaben des Kanzlers betreiben deutsche Reeder die drittgrößte Handelsflotte der Welt, und der deutsche Schiffbau sei in vielen Bereichen – von Hochseeschiffen bis zu Spezial- und Marineschiffen – weltweit führend. Diese Position biete ein erhebliches Wachstumspotenzial, da rund 90 % des globalen Handels über die Meere abgewickelt werden.
Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit
Die Bundesregierung habe ihr Handeln konsequent an den Zielen Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit ausgerichtet. Dazu gehöre ein verbesserter Schutz von Seewegen, Datenkabeln, Windparks und Pipelines sowie Maßnahmen zur Senkung der Energiepreise und zur Verbesserung der Finanzierungsbedingungen für maritime Unternehmen.
Modernisierung der Hafeninfrastruktur
Merz bezeichnete die Häfen als Schlüsselstellen für die nationale Sicherheit und Souveränität. Die Modernisierung der Hafeninfrastruktur sei eine gesamtstaatliche Aufgabe, die durch koordinierte Investitionen und technische Innovationen vorangetrieben werde.
Europäische Kooperationen
Auf europäischer Ebene unterstütze die Bundesregierung die von der Europäischen Kommission im März veröffentlichte Initiative für eine maritime Industriestrategie. Ziel sei ein Maßnahmenbündel zur Stärkung des Schiffbausektors und die Einführung einer einheitlichen Tonnagesteuer für die Hochseeschifffahrt, um Wettbewerbsfähigkeit auf EU‑Ebene zu sichern.
Nationale Fördermaßnahmen
National wurden mehrere Programme initiiert, darunter die Aufnahme der Schifffahrt in das Großbürgschaftsprogramm, das deutschen Werften ermöglicht, größere Aufträge zu realisieren. Zudem werden Verfahren beschleunigt und Förderprogramme für Innovationen in strategischen Zukunftsfeldern ausgebaut.
Zukunftsperspektiven
Der Kanzler wies darauf hin, dass die maritime Wirtschaft qualifizierte Fachkräfte und wettbewerbsfähige Finanzierungsbedingungen benötige, um im internationalen Wettbewerb zu bestehen. Durch die Kombination von Sicherheit, technologischer Innovation und günstigen Rahmenbedingungen soll die Branche langfristig zur Wohlstandsentwicklung Deutschlands beitragen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Bundesregierung, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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