Bundeskanzler Merz erklärte bei der Eröffnung der Ukraine Recovery Conference 2026 in Danzig, dass Russland den Krieg nicht gewinnen werde und dass die europäische Unterstützung für Kiew unerschütterlich sei. Er betonte, dass Sicherheit, Investitionen, Reformen und Menschen die Grundpfeiler des Wiederaufbaus seien und dass Deutschland gemeinsam mit seinen Partnern bereit sei, in allen vier Bereichen konkrete Hilfe zu leisten.
Sicherheitsaspekte
Der Kanzler verwies auf die fortlaufende Lieferung von Luftabwehrsystemen, die zur Verteidigung ukrainischer Städte und Infrastruktur gegen russische Angriffe beitragen. Er stellte fest, dass die Stärkung der Sicherheit der Ukraine zugleich die Sicherheit Europas erhöhe.
Investitionen
Der European Flagship Fonds für den Wiederaufbau der Ukraine habe ein Finanzpaket von bis zu 220 Millionen Euro bereitgestellt. Ziel sei es, umfangreiche private Investitionen in strategische Sektoren der ukrainischen Wirtschaft zu mobilisieren, da allein öffentliche Mittel nicht ausreichen würden, um das Land nach den massiven Zerstörungen wiederaufzubauen.
Reformen
Merz betonte, dass Vertrauen von starken Institutionen abhänge. Er verwies auf begonnene Reformen in der Ukraine, insbesondere im Bereich der Korruptionsbekämpfung und der Stärkung des Rechtsstaates, die für das Vertrauen von Bürgern, internationalen Partnern und Investoren entscheidend seien.
Menschen und Fachkräfte
Die im Jahr 2024 von Deutschland und der Ukraine initiierte internationale Allianz für Wiederaufbau‑Fachkräfte habe bereits 1,2 Milliarden Euro für Programme im Bereich der beruflichen Bildung bereitgestellt. Diese Investition solle in die Menschen fließen, die die Zukunft der Ukraine gestalten.
Weitere Aussagen
Der Kanzler forderte, den Druck auf die angeschlagene russische Wirtschaft zu erhöhen und betonte, dass es an der Zeit sei, Verhandlungen aufzunehmen, die Frontlinie einzufrieren und dem Töten ein Ende zu setzen. Entwicklungsminister Abali Radovan nahm ebenfalls an der Konferenz teil und warb für weitere internationale Investitionen in den Wiederaufbau.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Bundesregierung, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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