Kernereignis
Bundeskanzler Friedrich Merz eröffnete am 19. April 2026 gemeinsam mit dem brasilianischen Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva die 79. Hannover Messe. Das diesjährige Leitmotiv lautet „Think Tech Forward“ und stellt technologische Innovationen sowie die digitale Transformation der Wirtschaft in den Vordergrund.
Partnerland Brasilien
Brasilien ist in diesem Jahr offizielles Partnerland der Messe – bereits 1980 war es das erste Partnerland. Merz betonte, dass das bevorstehende Inkrafttreten des MERCOSUR‑Abkommens am 1. Mai 2026 die wirtschaftliche Zusammenarbeit weiter vertiefe.
Teilnehmer und Aussteller
Rund 4 000 internationale Unternehmen aus den Bereichen Maschinenbau, Elektro‑ und Digitalindustrie sowie Energiewirtschaft präsentieren über 14 000 neue Produkte und Lösungen. Die Messe gilt als größte Industriemesse der Welt.
KĂĽnstliche Intelligenz im Fokus
Der Kanzler erklärte, Künstliche Intelligenz werde zu mehr Effizienz, höherer Produktivität, optimiertem Ressourceneinsatz und reduzierten Kosten führen und damit die Wettbewerbsfähigkeit der industriellen Produktion stärken.
Initiative „Made for Germany“
Im Rahmen der Messe wurde die Initiative „Made for Germany“ hervorgehoben. Sie vereint 129 Unternehmen und Investoren, die bis 2028 Investitionszusagen in Höhe von über 800 Milliarden Euro für KI‑Lösungen in der Industrie getätigt haben.
Politische Gespräche und Symbolik
Im Schloss Herrenhausen trafen sich Merz und Präsident Lula zu den 3. Deutsch‑Brasilianischen Regierungskonsultationen. Als Gastgeschenk überreichte Merz dem Präsidenten ein Modell des VW‑Käfers, das von 1959 bis 1986 in Brasilien produziert wurde.
Bedeutung der Hannover Messe
Die Veranstaltung dient als Plattform, um die digitale Transformation voranzutreiben, den Dialog zwischen Europa und Südamerika zu stärken und die multilaterale Ordnung zu betonen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Bundesregierung, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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