Bundeskanzler Friedrich Merz hat am 12. Mai 2026 beim NRW‑Unternehmertag in Düsseldorf die Notwendigkeit betont, lang aufgeschobene strukturelle Probleme der deutschen Wirtschaft zu lösen. Er verwies darauf, dass diese Probleme das Wachstum und damit den Wohlstand des Landes gefährden.
Veranstaltung und Teilnehmer
Der NRW‑Unternehmertag, eine jährlich stattfindende Konferenz mit rund 500 Teilnehmern, brachte Vertreter aus Unternehmen, Verbänden, Kammern, Politik, Gewerkschaften, Verwaltung, Justiz, Kirchen, Wissenschaft und Medien zusammen. Gastgeber war die Landesvereinigung der Unternehmerverbände NRW.
Herausforderungen für die Wirtschaft
Merz schilderte die Lage als doppelt belastet: Einerseits globale geoökonomische Umwälzungen, andererseits angesammelte strukturelle Defizite im Inland. Er bezeichnete den daraus resultierenden Handlungsdruck als den größten seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges.
Wachstum und Reformbedarf
Laut Merz stagniert die deutsche Wirtschaft seit mehr als acht Jahren. Ohne Gegenmaßnahmen prognostiziert das Kanzleramt ein jährliches Wachstumspotenzial von weniger als 0,5 %. Der Kanzler betonte, dass Wachstum Voraussetzung für Wohlstand, Arbeitsplätze, Steuereinnahmen und die Finanzierung des Sozialstaats sei.
Geplante Reformen
Im Rahmen des laufenden Reformprozesses sollen die preisliche Wettbewerbsfähigkeit, die Unternehmensbesteuerung und die Bürokratiekosten verbessert werden. Merz kündigte an, dass die Bundesregierung konkrete Maßnahmen in diesen Bereichen erarbeiten werde, um die Zukunftsfähigkeit Deutschlands zu sichern.
Internationale Handelsinitiative
Im europäischen Kontext hob Merz das kürzlich in Kraft getretene MERCOSUR‑Abkommen hervor, das nach über 25 Jahren Verhandlungen neue Handels- und Rohstoffpartnerschaften mit vier südamerikanischen Staaten eröffnet. Er betonte, dass Deutschland und Europa gemeinsam von solchen Abkommen profitieren sollen.
Ausblick
Der Kanzler forderte Unternehmen, die Regierung und die Gesellschaft auf, gemeinsam die notwendigen Veränderungen umzusetzen. Er verwies darauf, dass die Reformen schrittweise und im Einklang mit demokratischen Institutionen erfolgen müssen, um langfristig Wohlstand und soziale Sicherheit zu gewährleisten.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Bundesregierung, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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