Deutschland: Bundesweites einheitliches Baumkataster geplant
Das Bundesministerium für Verkehr hat die Bundesanstalt für Straßen‑ und Verkehrswesen beauftragt, ein bundesweites einheitliches Baumkataster zu erstellen. Grundlage sollen die bereits vorhandenen Baumkataster der Länder sein, weil die Bundesregierung nach eigenen Angaben derzeit keine Daten zu Anzahl, Art, Alter und Zustand von Straßenbäumen besitzt.
Auftrag und Zielsetzung
Der Auftrag sieht vor, ein zentrales Register zu schaffen, das Informationen zu allen Straßenbäumen im Bundesgebiet sammelt. Ziel ist es, einheitliche Daten für Planung, Pflege und Bewertung der städtischen Grünflächen bereitzustellen.
Beteiligte Akteure
Die Initiative geht aus einer Kleinen Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor, die im Parlament gestellt wurde. Die Regierung hat daraufhin in einer schriftlichen Antwort den Auftrag an die BASt weitergeleitet. Neben dem Ministerium und der Bundesanstalt sind die Landesbehörden für die Bereitstellung ihrer regionalen Katasterdaten eingebunden.
Erwartete Auswirkungen
Ein flächendeckendes Kataster soll die Grundlage für eine gezielte Baumpflege, die Bewertung von Klimaschutzpotenzialen und die Optimierung von Verkehrsplanungen bilden. Durch die einheitliche Datenbasis können Kommunen und Fachleute besser Entscheidungen für die Stadtentwicklung treffen.
Ein konkreter Zeitplan wurde bislang nicht veröffentlicht, jedoch wird von einer schrittweisen Umsetzung in den kommenden Jahren ausgegangen. Die BASt wird die Datenintegration koordinieren und regelmäßig Bericht erstatten.
Die Bundesregierung betont, dass das Projekt zur Transparenz und zum nachhaltigen Umgang mit städtischem Grün beiträgt. Weitere Informationen sollen nach Abschluss der ersten Erhebungsphase veröffentlicht werden.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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