Am Donnerstag, dem 10. September 2026, diskutierten Abgeordnete im Parlament den Entwurf des Haushalts für das Ministerium. Der vorgesehene Etat beträgt für das Jahr 2027 insgesamt 6,97 Milliarden Euro und liegt damit leicht unter dem Vorjahr, das mit 6,99 Milliarden Euro veranschlagt wurde. Zusätzlich sind globale Minderausgaben von rund 182,6 Millionen Euro eingeplant, wovon 140,55 Millionen Euro den Konsolidierungsbeitrag bilden und 42 Millionen Euro für Effizienzmaßnahmen vorgesehen sind.
Sozialpolitische Schwerpunkte
Mehr als sechzig Prozent des Budgets fließen in die landwirtschaftliche Sozialpolitik. Für diesen Bereich sind rund 4,30 Milliarden Euro vorgesehen, verglichen mit 4,17 Milliarden Euro im Vorjahr. Die Zuschüsse zur Alterssicherung der Landwirte steigen von 2,42 Milliarden Euro auf 2,47 Milliarden Euro, während die Ausgaben für die Krankenversicherung der Landwirte von 1,59 Milliarden Euro auf 1,71 Milliarden Euro erhöht werden. Im Gegensatz dazu sinken die Zuschüsse zur landwirtschaftlichen Unfallversicherung von 120 Millionen Euro auf 90 Millionen Euro.
Förderung von Agrarstruktur und Küstenschutz
Der Bundesanteil an der Bund‑Länder‑Gemeinschaftsaufgabe für Agrarstruktur und Küstenschutz wird von 907 Millionen Euro auf rund 853,3 Millionen Euro reduziert. Davon entfallen etwa 606,3 Millionen Euro auf Maßnahmen des allgemeinen Rahmenplans, der ländlichen Entwicklung, des Ökolandbaus und der Biodiversität. Für den Küstenschutz im Kontext des Klimawandels bleiben 120 Millionen Euro vorgesehen, der präventive Hochwasserschutz erhält unverändert 127 Millionen Euro.
Verbraucherschutz, Marktordnung und Forschung
Die Ausgaben für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Ernährung betragen rund 190,8 Millionen Euro und liegen damit leicht unter dem Vorjahreswert von 192 Millionen Euro. Das Bundesinstitut für Risikobewertung erhält 153,1 Millionen Euro für Verwaltungskosten und 16,9 Millionen Euro für Investitionen. Für Marktordnung und Notfallvorsorge sind etwa 278,1 Millionen Euro eingeplant, während die Mittel für Nachhaltigkeit, Forschung und Innovation von 356,1 Millionen Euro auf 300,4 Millionen Euro sinken. Internationale Maßnahmen erhalten rund 57,5 Millionen Euro.
Umstrukturierung der Tierhaltung
Der Ansatz für die Förderung des Umbaus der Tierhaltung wird von 253 Millionen Euro im Vorjahr auf 148 Millionen Euro reduziert. Davon entfallen 50 Millionen Euro auf die Finanzierung von Mehrkosten für höhere Tierwohlstandards, während Investitionen in Stallumbaumaßnahmen von 215,5 Millionen Euro auf 98 Millionen Euro zurückgehen.
Klimaschutz im Landwirtschaftssektor
Im Klima‑ und Transformationsfonds (KTF) stehen für das Ministerium 128,56 Millionen Euro für Zuschüsse zu Klimaschutzmaßnahmen in Landwirtschaft und Landnutzung bereit, gegenüber 80,69 Millionen Euro im Vorjahr. Zusätzlich werden 56,57 Millionen Euro für Investitionsförderungen in diesem Bereich bereitgestellt.
Sondervermögen und Forschungshubs
Im Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) sind rund 20,24 Millionen Euro für Aufträge und Dienstleistungen im Bereich Informationstechnik vorgesehen, gegenüber 15,12 Millionen Euro im Vorjahr. Für den Aufbau von „Food Systems Research Hubs/Konsortien in Deutschland“ steigt der Ansatz von zwei Millionen Euro auf sechs Millionen Euro.
Weiteres Verfahren
Der Einzelplan 10 soll nach den bis Freitag, dem 11. September 2026, andauernden Beratungen aller Einzelpläne des Bundes an den Haushaltsausschuss überwiesen werden.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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