In einer Stellungnahme zur Aufgabenplanung 2026‑2029 hat die Bundesregierung den Vorstoß der Deutschen Welle begrüßt, ihr Programmangebot in Regionen mit eingeschränkter Medienfreiheit, hoher Polarisierung und großer Bedeutung für Deutschland auszubauen.
Priorisierung der Länder
Der Sender soll die Länderpriorisierung anhand klar definierter Kriterien und Gewichtungen festlegen. Die Bundesregierung fordert, dass insbesondere für Länder innerhalb der Europäischen Union nachvollziehbar dargelegt wird, nach welchen Maßstäben die Auswahl erfolgt.
Kooperation mit Partnern
Die Bundesregierung hebt die Bedeutung der Zusammenarbeit mit europäischen und internationalen Partnern hervor. Zu den genannten Partnern zählen France Medias Monde, TYP World, BBC World Service sowie die deutschen Öffentlich‑Rechner ARD, ZDF und ARTE.
Zielgruppenorientierung
Der Auslandssender soll seine Zielgruppe nicht ausschließlich auf junge, gebildete und urbane Akteure beschränken. Stattdessen wird gefordert, auch Personen anzusprechen, die weniger Affinität zu internationalen Informationsangeboten besitzen und nicht aktiv nach den Inhalten suchen.
Erwarteter Mehrwert
Die Bundesregierung verlangt, dass die Deutsche Welle den spezifischen zusätzlichen Mehrwert ihres Angebots gegenüber bestehenden nationalen und europäischen Medienanbietern klar darlegt. Dieser Mehrwert soll zur Stärkung der demokratischen Resilienz gegenüber autoritären Einflussstrategien beitragen.
Ausblick bis 2030
Der Sender strebt an, bis 2030 die „führende Stimme der Freiheit aus Europa“ zu werden. In einem Informationsraum, der von Plattformmacht, technologischer Disruption und autokratischer Einflussnahme geprägt ist, soll die intensivere Zusammenarbeit mit Partnern im Vordergrund stehen.
Zusammenfassung
Die Bundesregierung begrüßt die geplante Ausweitung des DW-Programms, fordert jedoch mehr Transparenz bei der Länderpriorisierung, eine klare Darstellung des Mehrwerts und eine breitere Zielgruppenansprache, um die demokratische Resilienz in kritischen Regionen zu stärken.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
Ende der Uebertragung