Antwort auf Kleine Anfrage
Die Bundesregierung hat in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD‑Fraktion (21/5957) vom 08.06.2026 (hib/451/2026) bestätigt, dass die Sicherheitsbehörden ein erhöhtes Hinweisaufkommen zu Spionage‑ und Sabotageaktivitäten russischer Nachrichtendienste in Deutschland verzeichnen.
Erhöhtes Hinweisaufkommen
Nach Angaben der Bundesbehörden zeigen aktuelle Meldungen, dass russische Nachrichtendienste vermehrt soziale Medien nutzen, um Personen in Deutschland für Propaganda, Spionage und Sabotage zu gewinnen.
Bezeichnung der Akteure
Die rekrutierten Personen werden von den Behörden als „Low‑Level‑Agenten“ oder „Wegwerf‑Agenten“ bezeichnet. Sie sollen ohne formale nachrichtendienstliche Ausbildung handeln und dabei nur geringe Entgelte erhalten.
Rekrutierung ĂĽber soziale Medien
Die Nachrichtendienste setzen demnach Mittelsleute ein, die über Plattformen wie Telegram, Instagram oder TikTok potenzielle Kandidaten ansprechen und für verdeckte Aufträge werben.
AusgeĂĽbte Straftaten
Laut der Antwort der Bundesregierung haben die genannten Agenten bereits Straftaten in Deutschland begangen, wobei sie häufig nicht wissen, wer ihre wahren Auftraggeber sind oder welchem Zweck die Taten dienen.
Fehlende Ausbildung
Die Behörden betonen, dass die „Wegwerf‑Agenten“ keine spezialisierte nachrichtendienstliche Schulung erhalten haben, was das Risiko von Fehlverhalten erhöhe.
Ausblick der Sicherheitsbehörden
Die Bundesbehörden planen, das Hinweisaufkommen weiter zu analysieren und präventive Maßnahmen zu prüfen, um die Rekrutierung durch ausländische Nachrichtendienste zu erschweren.Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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