Deutschland: Keine gesonderte BKA‑Lagebild zu Messerkriminalität geplant
Keine neue Lagebildplanung
Die Bundesregierung hat erklärt, dass sie kein separates Lagebild des Bundeskriminalamtes (BKA) zur Messerkriminalität erstellen wird. Die Aussage erfolgte im Rahmen einer schriftlichen Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD‑Fraktion und ist am 28.04.2026 veröffentlicht worden.
VerfĂĽgbarkeit von Daten
Statistische Informationen zu Messerangriffen stehen bereits zur Verfügung und werden regelmäßig in der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) des Bundes veröffentlicht. Damit seien die relevanten Zahlen für Politik und Öffentlichkeit zugänglich.
Hintergrund der Anfrage
Die Regierung bezieht sich in ihrer Antwort (Dokument 21/5507) auf die Kleine Anfrage der AfD‑Fraktion (Dokument 21/5205). Die Anfrage forderte ein gesondertes Lagebild zu Messerkriminalität, das die Bundesregierung jedoch nicht für notwendig erachtet.
FortfĂĽhrung der Datenerhebung
Das BKA sammelt weiterhin Daten zu allen Formen von Gewaltdelikten, einschließlich Messerangriffen, und integriert diese in die PKS. Die vorhandenen Statistiken ermöglichen eine umfassende Analyse der Entwicklung von Messerkriminalität.
Beurteilung des Vorgehens
Fachleute verweisen darauf, dass die Nutzung der bestehenden PKS‑Datenbank gängige Praxis sei und die Schaffung eines zusätzlichen Lagebildes keinen Mehrwert für die kriminalpolitische Bewertung biete. Die Bundesregierung sieht daher keinen Handlungsbedarf für ein separates Berichtswesen.
Veröffentlichung
Die Mitteilung wurde vom Pressedienst des Deutschen Bundestages (hib) herausgegeben und ist im Online‑Presseportal des Parlaments einsehbar.
Ende der Ăśbertragung