Deutschland: Bundesregierung betont hohe Kosten von Alkohol und Tabak fĂĽr Gesundheitssystem
Die Bundesregierung weist darauf hin, dass der Konsum von Tabak und Alkohol jährlich volkswirtschaftliche Belastungen von mehr als 150 Milliarden Euro verursacht. In einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen‑Fraktion wird betont, dass Prävention und Gesundheitsförderung zentrale Bausteine zur Eindämmung dieser Kosten darstellen.
Wirtschaftliche Belastung
Schätzungen des Bundes gehen von jährlichen Mehrkosten von über 150 Milliarden Euro aus, die ausschließlich auf den Konsum von Tabak‑ und Alkoholprodukten zurückzuführen sind. Diese Summe umfasst sowohl direkte Gesundheitsausgaben als auch indirekte Kosten wie Produktivitätsverlust und Frühsterblichkeit.
Risikofaktoren
Tabak und Alkohol gelten laut Regierungsangaben als die bedeutendsten Risikofaktoren für die häufigsten nichtübertragbaren Erkrankungen, darunter Herz‑Kreislauf‑Erkrankungen, Krebs und Typ‑2‑Diabetes. Der hohe Konsum dieser Substanzen wird zudem mit vorzeitiger Sterblichkeit in Verbindung gebracht.
Präventionsmaßnahmen
Die Bundesregierung fordert verstärkte Präventionsangebote, insbesondere für Kinder und Jugendliche, um den Einstieg in das Rauchen und den Alkoholkonsum zu verhindern. Zusätzlich wird eine gesunde Ernährung als wichtiger Faktor zur Vermeidung ernährungsbedingter Erkrankungen hervorgehoben. Ein Abschlussbericht zur Nationalen Reduktions‑ und Innovationsstrategie für Zucker, Fette und Salz in Fertigprodukten soll Ende 2026 vorgelegt werden.
Gesetzliche Grundlagen
Das im Jahr 2015 verabschiedete Präventionsgesetz habe laut Regierung zahlreiche positive Entwicklungen bewirkt. Auf seiner Basis wurde die Nationale Präventionskonferenz (NPK) eingerichtet, die die Zusammenarbeit von Sozialversicherungsträgern, der Privaten Krankenversicherung, dem Bund, den Ländern, der Bundesagentur für Arbeit, den Sozialpartnern, den Patientenvertretungen sowie weiteren relevanten Organisationen koordiniert.
ZukĂĽnftige Strategie
Die Bundesregierung arbeitet kontinuierlich an der Weiterentwicklung von Prävention und Gesundheitsförderung. Ziel der nationalen Präventionsstrategie, die von der NPK entwickelt wurde, ist es, die Bevölkerung gesund aufzuwachsen, gesund zu leben und zu arbeiten sowie ein gesundes Altern zu ermöglichen.
Beteiligte Akteure
Im Rahmen der Strategie wirken zahlreiche Institutionen zusammen, darunter die Bundesagentur für Arbeit, die Sozialpartner, die Patientenvertretungen und weitere Organisationen, die für Gesundheitsförderung und Prävention zuständig sind. Diese Kooperation soll die Umsetzung von Maßnahmen auf allen Ebenen sicherstellen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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