Deutschland: Bundesregierung bewertet Rückgang von Verletzungen im Profifußball, betont weiterhin hohen Sicherheitsbedarf
Die Bundesregierung hat im Jahresbericht der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) den Rückgang der Zahl verletzter Personen bei Spielen der ersten drei Fußball‑Profiligen von 1.338 in der Saison 2023/2024 auf 1.107 in der Saison 2024/25 verzeichnet, was einem Minus von 17,2 % entspricht. Trotz dieses Rückgangs bleibt das absolute Verletzungsniveau laut Bewertung der Behörde hoch.
Aktuelle Vorfälle und Bewertung
Jüngste Ausschreitungen, namentlich beim Spiel des 1. FC Magdeburg gegen Dynamo Dresden am 24. Januar 2026 sowie die Gewalttaten beim Spiel Dynamo Dresden gegen Hertha BSC am 4. April 2026, verdeutlichen, dass die Gefahr von Gewaltereignissen nicht abgenommen hat. Die Bundesregierung betont, dass die überwiegende Mehrheit der Stadionbesucher Fußballspiele friedlich erlebe, jedoch kein Anlass zur Entwarnung bestehe.
Weiterentwicklung der Sicherheitsarchitektur
Aus Sicht der Bundesregierung rechtfertigen die anhaltend schwerwiegenden Ereignisse die fortgesetzte Überprüfung und bedarfsgerechte Weiterentwicklung der bestehenden Sicherheitsarchitektur. Dabei seien Verhältnismäßigkeit und die Wahrung der Rechte friedlicher Fans als Leitprinzipien fest verankert.
Politische Vorgänge
Die Bewertung erfolgte im Rahmen der Antwort (21/5451) auf die Kleine Anfrage (21/4877) der Fraktion Die Linke mit dem Titel „Geplante Verschärfung von Stadionverboten und weiterer Sicherheitsmaßnahmen im Profifußball“. Die Bundesregierung erkennt an, dass weitere Maßnahmen geprüft werden, um die Sicherheit in den Stadien zu erhöhen, ohne die Grundrechte der Besucher zu beeinträchtigen.
Der Jahresbericht der ZIS liefert detaillierte Statistiken zu Verletzungen und Vorfällen, die als Grundlage für zukünftige sicherheitspolitische Entscheidungen dienen sollen. Die Behörde plant, die Datenbasis weiter auszubauen und eng mit den Vereinen sowie den Sicherheitsbehörden zusammenzuarbeiten.
Insgesamt bleibt die Bundesregierung bestrebt, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Sicherheitsanforderungen und den Rechten der friedlichen Zuschauer zu gewährleisten, während sie die Entwicklungen im Profifußball weiterhin genau beobachtet.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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