Bundesregierung erläutert Diversifizierung der Gasversorgung nach russischen Lieferstopps
Im Zuge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine hat Russland im Jahr 2022 die Gaslieferungen nach Deutschland über Pipelines schrittweise reduziert und schließlich vollständig eingestellt. Die Bundesregierung hat am 9. Januar 2026 in einer schriftlichen Antwort (21/3514) auf eine Große Anfrage der AfD‑Fraktion (21/1266) die daraus resultierenden Maßnahmen zur Sicherstellung der Energieversorgung dargelegt.
Hintergrund der Lieferkürzungen
Die Reduktion der Lieferungen erfolgte aus politischen Gründen, die mit dem Beginn des militärischen Konflikts zusammenhängen. Die Bundesregierung betont, dass die Entscheidung Russlands die Versorgungssicherheit in Deutschland erheblich beeinträchtigt habe.
Reaktion der deutschen Unternehmen
Unternehmen, die zuvor auf russisches Erdgas setzten, mussten ihre Beschaffungsstrategien anpassen. Die Umstellung führte zu veränderten Preisstrukturen und erforderte kurzfristige Vertragsabschlüsse mit alternativen Lieferanten.
Ausbau der LNG‑Infrastruktur
Ein zentrales Element der Antwort ist der rasche Auf‑ und Ausbau von Flüssigerdgas‑Terminals (LNG). Die Bundesregierung führt aus, dass diese Infrastruktur einen wesentlichen Beitrag zur Diversifizierung der Bezugsquellen und zur Erhöhung der Versorgungssicherheit geleistet habe.
EU‑Binnenmarkt und Versorgungssicherheit
Durch den europäischen Binnenmarkt erhalten Unternehmen Zugang zu verschiedenen Erdgasquellen, sowohl über Pipelines als auch über LNG. Die Möglichkeit, auf breitere globale Lieferketten zurückzugreifen, mache die deutsche Energieversorgung insgesamt resilienter und unabhängiger.
Politische Einordnung
Die Bundesregierung bezeichnet den Ausstieg aus der russischen Energieversorgung als „eine europäisch abgestimmte Antwort auf den brutalen ‚völkerrechtswidrigen‘ russischen Angriffskrieg in der Ukraine“, weil der Überfall „fundamentale europäische Sicherheitsinteressen bedroht“ habe.
Ausblick
Die Regierung plant, den Ausbau erneuerbarer Energien weiter zu beschleunigen und die LNG‑Kapazitäten langfristig zu sichern, um künftige Schwankungen am Energiemarkt besser abfedern zu können.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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