Die Bundesregierung geht davon aus, dass sich die Schilf-Glasflügelzikade in Deutschland weiter ausbreiten wird. Diese Einschätzung stammt aus der Antwort (21/5464) auf eine Kleine Anfrage (21/5216) der AfD‑Fraktion, die am 24.04.2026 veröffentlicht wurde.
Betroffene Regionen
Nach Angaben der Regierung haben das östliche Niedersachsen und das Rheinland in den letzten zwei Jahren erste Fänge der Schilf-Glasflügelzikade verzeichnet. Diese Gebiete werden deshalb besonders beobachtet. Für bislang befallsfreie Regionen ließe sich jedoch nicht belastbar vorhersagen, wann ein Befall eintritt.
Wirtschaftlich relevante Kulturen
Die Schilf-Glasflügelzikade überträgt beim Saugen bakterielle Erreger. Aktuell seien vor allem Zuckerrübe und Kartoffel als wirtschaftlich bedeutende Kulturpflanzen betroffen. Für Gartenbaukulturen ist die Liste der potenziell befallenen Arten noch nicht abschließend geklärt.
Mögliche Auswirkungen auf die Anbauwürdigkeit
Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat schätzt, dass eine anhaltend hohe Populationsdichte der Zikade in stark befallenen Regionen die Anbauwürdigkeit der betroffenen Kulturen beeinträchtigen kann. Die konkreten wirtschaftlichen Verluste hängen von den strukturellen Voraussetzungen in den jeweiligen Anbaugebieten ab.
Unsicherheit und Datenlage
Der Bundesregierung liegen derzeit keine detaillierten Daten zu Einzelfällen nach Kultur oder Bundesland vor. Damit bleibt die quantitative Abschätzung der Schäden unklar.
Hintergrund der parlamentarischen Anfrage
Die Kleine Anfrage wurde von der AfD‑Fraktion gestellt, um Informationen über das Auftreten und die potenziellen Folgen der Schilf-Glasflügelzikade zu erhalten. Die Regierungsantwort liefert den aktuellen Kenntnisstand und betont die Notwendigkeit weiterer Beobachtungen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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