Die Bundesregierung hat beschlossen, der Autobahn GmbH des Bundes ab 2028 zusätzliche Finanzierungsquellen zu erschließen, um den Investitionsbedarf des deutschen Autobahnnetzes langfristig zu decken. Das Modell kombiniert Haushaltsmittel, Nutzungsgebühren und privates Kapital.
Drei Säulen der Finanzierung
Ab dem Jahr 2028 fließen Teile der Lkw-Maut direkt in die Bilanz der Autobahn GmbH ein. Zusätzlich können künftig Haushaltsmittel und privates Kapital als eigenständige Säulen zur Finanzierung von Brücken, Tunnel und Fahrbahnen herangezogen werden.
Kreditaufnahme am Kapitalmarkt
Durch die Einbindung von Mauterlösen erhält die Autobahn GmbH ab 2027 die Möglichkeit, eigenständig Kredite am Markt aufzunehmen. Dies soll die Realisierung von Bauvorhaben beschleunigen und die Planungssicherheit für die Baubranche erhöhen.
Vorteile für die Bauwirtschaft
Der Zugang zu Marktfinanzierungen ermöglicht es, Investitionen zu aktuellen Preisen zu tätigen und vermeidet Verzögerungen, die bei reiner Haushaltsfinanzierung auftreten können. Die Baubranche kann dadurch langfristige Aufträge besser planen und notwendige Kapazitäten vorhalten.
Öffentlich‑private Partnerschaften
Die erweiterte Kreditfähigkeit eröffnet zudem Spielraum für größere öffentlich‑private Partnerschaften, die bislang durch begrenzte Finanzierungsoptionen eingeschränkt waren.
Eigentumsverhältnisse bleiben unverändert
Der Bund bleibt alleiniger Eigentümer der Bundesautobahnen, Bundesstraßen und der Autobahn GmbH, sodass die neue Finanzierungsstruktur keine Änderungen an den Besitzverhältnissen mit sich bringt.
Ausblick
Mit dem neuen Modell soll sichergestellt werden, dass geplante Infrastrukturprojekte zügig umgesetzt werden können, während gleichzeitig ein nachhaltiges Investitionsbudget für zukünftige Modernisierungsmaßnahmen bereitsteht.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Bundesregierung, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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