Die Bundesregierung teilte am 13. August 2026 mit, dass sie keine konkreten Angaben zum Mindestbedarf der Raffinerie PCK Schwedt an Rohöl machen könne. Die Information stammt aus einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke.
Verarbeitungskapazität der Raffinerie
Die PCK Schwedt verfüge nominal über eine jährliche Verarbeitungskapazität von etwa 11,5 Millionen Tonnen Rohöl. Diese Angabe wurde von der Bundesregierung bestätigt.
Abhängigkeit vom Markt
Nach Angaben der Regierung hinge der Mindestbedarf der Anlage von den aktuellen Marktbedingungen ab, weil Raffinerien auch bei deutlich geringerer Auslastung wirtschaftlich betrieben werden könnten.
Transportkapazität der Pipeline Rostock‑Schwedt
Die jährliche Transportkapazität der Pipeline vom Hafen in Rostock nach Schwedt wird mit bis zu sieben Millionen Tonnen angegeben, wobei die genaue Menge von der Viskosität der jeweiligen Rohölsorte abhänge.
Zusätzliche Pipeline Danzig
Eine weitere Pipeline vom Hafen in Danzig habe eine Kapazität von etwa 30 Millionen Tonnen Rohöl pro Jahr. Über diese Strecke würden neben Schwedt auch die Raffinerien in Plock und Leuna beliefert.
Geheimhaltung von Auslastungsdaten
Exakte Daten zur jeweiligen Auslastung der genannten Pipelines werden von der Bundesregierung als Betriebs‑ und Geschäftsgeheimnis eingestuft, weshalb keine weiteren Informationen bereitgestellt werden können.
Hintergrund der Anfrage
Die Informationen ergeben sich aus einer Anfrage der Fraktion Die Linke, die im Rahmen einer parlamentarischen Kontrolle die Versorgungssituation der Raffinerie untersuchen wollte.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
Ende der Uebertragung