Bundesregierung hat keine Statistik zu Reisen in Risikogebiete
Die Bundesregierung verfügt nach eigenen Angaben über keinerlei statistische Daten zu Reisen deutscher Touristen in sogenannte Risikogebiete und führt zudem keine formale Einstufung von Ländern oder Regionen als Risikogebiete durch.
Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts
Stattdessen erstellt das Auswärtige Amt für jedes Land spezifische Reise- und Sicherheitshinweise, die auf besondere Risiken aufmerksam machen und regelmäßig aktualisiert werden. Diese Hinweise enthalten Informationen zu gesundheitlichen Gefahren, Kriminalität und Terrorismus.
Keine Meldepflicht für Auslandsaufenthalte
Eine Meldepflicht für Auslandsaufenthalte deutscher Staatsangehöriger besteht nicht. Dadurch liegen der Bundesregierung keine belastbaren Erkenntnisse über die Entwicklung touristischer Reisen in einzelne Länder, etwa nach Somalia, vor.
Statistik zu Abrufen der Hinweise
Obwohl keine Reisestatistik geführt wird, wurden die Reise- und Sicherheitshinweise im Jahr 2025 rund 33 Millionen Mal abgerufen, wie die Bundesregierung in ihrer Antwort angibt.
Hintergrund der Anfrage
Die Angaben ergeben sich aus einer Antwort (21/3927) auf eine Kleine Anfrage der AfD‑Fraktion (21/3679). In der Antwort wird betont, dass weder eine gesonderte Statistik zu Notlagen deutscher Touristen in Regionen mit erhöhten Sicherheitsrisiken existiere, noch dass eine formale Risiko‑Klassifizierung vorgenommen werde.
Ausblick
Ohne eine systematische Erfassung von Reisedaten bleibt die Bewertung von Reisetrends und potenziellen Gefahren für deutsche Reisende unklar. Die Bundesregierung verweist weiterhin auf die regelmäßig aktualisierten Reise‑ und Sicherheitshinweise als zentrale Informationsquelle.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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