Die Bundesregierung teilte am 26. Mai 2026 mit, dass sie keine konkreten Angaben zu den wirtschaftlichen Folgen des Weiterbaus der Bundesautobahn A20 für die Elbfähre Glückstadt‑Wischhafen machen kann. In der offiziellen Antwort wird betont, dass eine quantitative Bewertung zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich sei.
Antwort auf Kleine Anfrage
Die Aussage stammt aus einer schriftlichen Antwort (21/5983) auf eine Kleine Anfrage der AfD‑Fraktion (21/5775). Die Bundesregierung verweist darauf, dass die Anfrage keine abschließende Datenlage zulasse.
Methodische Grundlagen
Gemäß der gesamtwirtschaftlichen Projektbewertung nach der BVWP‑Methode erfolgt für die Bundesverkehrswegeplanung keine direkte Ermittlung einzelwirtschaftlicher Auswirkungen von Infrastrukturvorhaben auf einzelne Unternehmen. Diese Vorgehensweise wird als Standardverfahren für groß angelegte Verkehrsprojekte angegeben.
Erwartete Folgen fĂĽr die Region
Die Regierung führt aus, dass die Nähe der Fähre zur geplanten A20‑Strecke zu einer signifikanten Verringerung der Verkehrsbelastungen auf der Fährverbindung führen dürfte. Gleichzeitig soll die Erreichbarkeit der Region Glückstadt‑Wischhafen deutlich verbessert werden.
Weiterhin wird betont, dass die Projektwirkung über eine reine Verlagerung von Verkehrsströmen von der Fähre auf die Straße hinausgehe. Die Maßnahme könne demnach langfristig zur Stärkung der regionalen Anbindung beitragen.
Der Ausbau der A20 ist Teil eines übergeordneten Vorhabens zur Optimierung des Ostsee‑Korridors. Ziel sei es, den Güter- und Personenverkehr entlang der Norddeutschen Küste zu beschleunigen.
Ein abschließendes Fazit lässt sich laut Bundesregierung erst nach Abschluss der Planungsphase und nach Vorliegen detaillierter Verkehrszahlen ziehen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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