Deutschland: Bundesregierung legt Finanzierungsrahmen für KI‑Gigafactory fest
EU‑weite Standortauswahl
Die Auswahl der Standorte für die geplanten europäischen KI‑Gigafactories (AIGF) erfolgt auf EU‑Ebene, wobei die Kriterien für das Auswahlverfahren ebenfalls dort abgestimmt werden. Die Bundesregierung hat in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke klargestellt, dass sie dem EU‑Verfahren folgt.
Finanzielle Vorsorge
Für einen möglichen Beitrag an einer AIGF in Deutschland hat die Bundesregierung ein Sondervermögen in Höhe von 805 Millionen Euro eingerichtet. Dieses Geld soll als Vorsorge für einen späteren Finanzierungsbeitrag bereitstehen, ohne dass die Regierung unmittelbar in das Projekt investiert.
Kommerzielle Ausrichtung
Die geplanten AIGF werden als kommerzielle Vorhaben konzipiert. Deshalb sucht die Regierung privatwirtschaftliche Betreiber und Investoren und beabsichtigt weder, Konsortialpartner zu werden noch Eigentumsanteile an einer AIGF oder ihrer Recheninfrastruktur zu halten.
Rechenleistung und Energiebedarf
Nach Angaben der Bundesregierung soll eine AIGF mindestens drei‑ bis viermal so viel Rechenleistung wie bestehende KI‑Fabriken bereitstellen. Der damit verbundene Energieverbrauch wird auf das Vierfache einer herkömmlichen KI‑Fabrik geschätzt.
Kostenabschätzung der EU‑Kommission
Die EU‑Kommission schätzt die Investitionskosten für den Bau einer AIGF auf rund vier bis fünf Milliarden Euro. Diese Schätzung bildet die Grundlage für die finanzielle Planung auf europäischer Ebene.
Ausblick
Die Bundesregierung erwartet, dass die Standortentscheidung und die weitere Finanzierung im Einklang mit den EU‑Richtlinien getroffen werden. Weitere Informationen werden im Zuge des EU‑Verfahrens veröffentlicht.Dieser Bericht basiert auf Informationen von bundestag.de, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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