Deutschland: Bundesregierungs‑Update zum FRLD‑Fonds
Die Bundesregierung teilte mit, dass der im Rahmen der Weltklimakonferenz 2022 in Ägypten beschlossene Fonds für den Umgang mit Verlusten und Schäden (FRLD) nach wie vor im Aufbau befinde. In einer schriftlichen Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD‑Fraktion wurden die noch ausstehenden Grundlagen für die Kapitalisierung des Fonds genannt.
Hintergrund des Fonds
Der FRLD wurde auf der COP27 beschlossen, um finanzielle Unterstützung für Länder bereitzustellen, die durch Klimawandel‑bedingte Schäden besonders stark belastet sind. Ziel sei es, langfristige Mechanismen zur Risikominimierung zu etablieren.
Finanzielle Zusagen der Bundesregierung
Im Vorfeld der COP28 im Jahr 2023 kündigte die Bundesregierung an, dem FRLD 100 Millionen US‑Dollar zur Verfügung zu stellen. Der entsprechende Gegenwert von 92 Millionen Euro wurde im Haushaltsjahr 2024 zugesagt und vollständig ausgezahlt.
Beiträge weiterer Geber
Laut Angaben auf der offiziellen Fonds‑Webseite wurden bis Mitte März insgesamt 822,04 Millionen US‑Dollar von internationalen Gebern eingezahlt. Die Bundesregierung verwies in ihrer Antwort auf die detaillierte Aufstellung unter www.frld.org/pledges.
Ausstehende Arbeitspakete
Für die weitere Kapitalisierung des FRLD müssen noch zentrale Elemente erarbeitet werden, darunter eine Strategie zur Ressourcenmobilisierung und die Ausarbeitung eines langfristigen Geschäftsmodells. Diese Punkte seien entscheidend, um die Wirksamkeit des Fonds zu sichern.
Parlamentarische Nachfrage
Die AfD‑Fraktion hatte im Rahmen ihrer Anfrage nicht nur nach dem aktuellen Stand des FRLD, sondern auch nach den wirtschaftlichen Folgen der nachfolgenden Klimakonferenz COP30 gefragt. Die Bundesregierung beantwortete diese Punkte in der vorliegenden Schrift.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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