Deutschland: Keine Anfragen für LNG‑Investitionen seit Inkrafttreten der Sektorleitlinien
Antwort auf Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke
Die Bundesregierung teilte mit, dass im Zeitraum von November 2023 bis Juni 2026 keinerlei Anfragen nach einem Letter of Interest oder Anträge für Flüssigerdgasterminals (LNG‑Terminals) sowie für zugehörige Komponenten oder LNG‑Tanker bei Euler Hermes, PwC und den zuständigen Bundesbehörden eingegangen sind. Diese Aussage stammt aus der schriftlichen Antwort auf die Kleine Anfrage 21/7422 der Fraktion Die Linke.
Hintergrund der Sektorleitlinien
Die Sektorleitlinien, die im November 2023 in Kraft traten, bilden den Rahmen für die außenwirtschaftliche Förderung im Sinne der klimapolitischen Zielsetzungen. Sie sollen sicherstellen, dass Fördermaßnahmen mit den Vorgaben des Pariser Abkommens und den Klimastrategien der KfW‑Bankengruppe vereinbar sind.
Einzelne Anfrage aus Argentinien
Im genannten Zeitraum ging jedoch eine Anfrage zur Prüfung der rohstoffwirtschaftlichen Förderungswürdigkeit für ein LNG‑Projekt in der Provinz Rio Negro, Argentinien, ein. Die Bundesregierung bestätigte, dass die Förderungswürdigkeit für dieses Vorhaben positiv beurteilt wurde.
Keine Anträge für UFK‑Garantien
Im Zusammenhang mit der argentinischen Anfrage wurden keine Anträge auf Ungebundene Finanzkredite (UFK‑Garantien) gestellt. Die Behörde verzeichnete demnach keinerlei Anträge auf solche Finanzierungsinstrumente.
Keine Voranfragen seit Klimastrategie
Seit Inkrafttreten der übergeordneten Klimastrategie seien ebenfalls weder Voranfragen noch Neuanträge für Investitionsgarantien im Zusammenhang mit LNG‑Terminals, deren Komponenten oder LNG‑Tanker eingegangen. Dies unterstreiche die bislang geringe Nachfrage nach Förderungen in diesem Sektor.
Interpretation der Ergebnisse
Aus Sicht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie deuten die fehlenden Anträge darauf hin, dass bisher keine relevanten Investitionsvorhaben im Bereich LNG‑Infrastruktur den geforderten klimapolitischen Kriterien entsprechen.
Quellenangaben
Der Bericht basiert auf den offiziellen Mitteilungen des Deutschen Bundestages, veröffentlicht im Rahmen der Pressemitteilung hib 662/2026 vom 26. August 2026.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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