Am 12. Juni 2026 teilte die Bundesregierung mit, dass die vorhandenen Daten zur gesundheitlichen Situation und Versorgung von LSBTIQ‑Personen in Deutschland nur unvollständig seien. Die Aussage erfolgte im Rahmen einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag.
Erweiterung laufender Befragungen
Nach Angaben der Regierung sollen laufende Befragungen schrittweise um differenzierte Fragen zur geschlechtlichen Identität ergänzt werden. Ziel sei, künftig detailliertere Informationen über die Lebenslagen dieser Personengruppe zu erhalten.
Panel „Gesundheit in Deutschland“ (GEDA)
Im Rahmen des Panels „Gesundheit in Deutschland“ (GEDA) des Robert‑Koch‑Instituts werden bereits Daten zu selbstwahrgenommenen Diskriminierungserfahrungen im Alltag sowie im Gesundheits‑ und Pflegebereich erhoben. Diese Erhebungen bilden die Grundlage für die geplante Erweiterung.
Probleme bei der Analyse
Die bisherigen Auswertungen weisen jedoch vergleichsweise niedrige Fallzahlen bei trans‑ und genderdiversen Personen auf. Die geringe Stichprobengröße erschwere die statistische Auswertung und damit die Ableitung belastbarer Erkenntnisse.
Reaktion der Bundesregierung
Die Bundesregierung betont, dass die schrittweise Erweiterung der Befragungen dazu beitragen solle, die Datenlage zu verbessern und gezielte Maßnahmen zur Verbesserung der Versorgung zu ermöglichen.
Ausblick
Weitere Schritte sollen die Integration zusätzlicher Fragen in das GEDA‑Panel sowie die Auswertung zukünftiger Befragungen umfassen. Damit soll langfristig eine fundiertere Basis für gesundheitspolitische Entscheidungen geschaffen werden.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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