Die Bundesregierung hat in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen festgestellt, dass neu gegründete rechtsextremistische Jugendgruppen maßgeblich zum jüngsten Anstieg der Mitgliederzahlen der Partei „Die Heimat“ und ihrer Jugendorganisation „Junge Nationalisten“ beigetragen haben.
Entwicklung der Mitgliederzahlen
Nach Angaben der Regierung stieg die Zahl der Mitglieder der Jugendorganisation „Junge Nationalisten“ von 230 im Jahr 2023 über 300 im Jahr 2024 auf 400 im Jahr 2025. Gleichzeitig erhöhte sich die Mitgliederzahl von „Die Heimat“ im Jahr 2025 erstmals seit Jahren von 2 500 auf 2 600, nachdem sie 2020 noch bei 3 500 gelegen hatte.
Ursachen des Wachstums
Die Bundesregierung führt das Wachstum in hohem Maße auf die dynamische Entstehung neuer rechtsextremistischer Jugendgruppen zurück. Diese Gruppen hätten Demonstrationen und offensiven Auftritt in sozialen Medien als Rekrutierungsinstrument genutzt, um junge Menschen in die rechtsextremistische Szene zu führen.
Weiterer Verlauf der Mitgliederbindung
Einzelne Mitglieder und Anhänger der neu gegründeten Gruppen suchten anschließend den Anschluss an etabliertere Strukturen, insbesondere an die Jugendorganisation „Junge Nationalisten“, um dort langfristig aktiv zu werden.
Hintergrund der parlamentarischen Anfrage
Die Auskunft erfolgte im Rahmen der Kleinen Anfrage 21/6639 der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, die die Bundesregierung um Informationen zur Entwicklung rechtsextremer Jugendorganisationen bat. Die Antwort wurde unter dem Aktenzeichen 21/7192 veröffentlicht.
Veröffentlichung durch den Bundestag
Die Informationen wurden vom Pressedienst des Deutschen Bundestages (hib) bereitgestellt und stehen im Rahmen der offiziellen Publikation des Parlaments zur Verfügung.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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