Die Bundesregierung hat das Ziel formuliert, die Kapazitäten von Rechenzentren in Deutschland bis zum Jahr 2030 mindestens zu verdoppeln und für High‑Performance‑Computing sowie Künstliche Intelligenz sogar um das Vierfache zu erhöhen. Das Vorhaben wird im Rahmen des ersten Investitionsgipfels „Invest in Germany“ vorgestellt, um internationale Investoren anzuziehen und den Wirtschaftsstandort wettbewerbsfähiger zu machen.
Finanzielle Rahmenbedingungen
Im Mittelpunkt steht der Deutschlandfonds, der ein Gesamtinvestitionsvolumen von über 130 Milliarden Euro anstrebt, wobei etwa 30 Milliarden Euro aus öffentlichen Mitteln bereitgestellt werden. Durch Kredite, Beteiligungen und Risikoabsicherungen der KfW sollen private Kapitalströme mobilisiert werden, insbesondere für Künstliche Intelligenz, Biotechnologie, Rohstoffsicherheit und den Wohnungsbaufonds.
Bürokratieabbau
Ein weiteres Ziel ist die Senkung der Bürokratiekosten für die Wirtschaft um 25 Prozent. Bisher wurden mehr als 40 konkrete Maßnahmen beschlossen, die jährlich rund 9,8 Milliarden Euro entlasten. Im Juli 2026 wurden zusätzliche Entlastungen von etwa 600 Millionen Euro beschlossen, und bis April 2027 soll ein Berichtsentlastungsgesetz verabschiedet werden, das zahlreiche Berichtspflichten abschafft. Seit Dezember 2025 steht das „Einfach‑Machen‑Portal“ zur Einreichung von Verbesserungsvorschlägen bereit.
Hightech‑Agenda
Die Hightech‑Agenda Deutschland fokussiert sechs strategische Schlüsseltechnologien: Künstliche Intelligenz, Quantentechnologien, Mikroelektronik, Biotechnologie, Fusion sowie klimaneutrale Energieerzeugung und Mobilität. Diese Felder sollen die Wertschöpfung, Wettbewerbsfähigkeit und technologische Souveränität des Landes stärken.
Ausbau der digitalen Infrastruktur
Die Rechenzentrumsstrategie soll Deutschland zu einem führenden und attraktiven Standort für Rechenzentrumskapazitäten machen. Durch den Ausbau soll die digitale Leistungsfähigkeit des Landes weiter gesteigert werden, um den wachsenden Bedarf von Forschung und Wirtschaft zu decken.
Förderung junger Investoren
Zur Attraktivität für junge Investoren wurde die Start‑up‑ und Scale‑up‑Strategie entwickelt, die 152 Maßnahmen in acht Handlungsfeldern umfasst – von Finanzierung über Bürokratieabbau bis hin zur Fachkräftegewinnung.
Verbesserte rechtliche Rahmenbedingungen
Mit der Initiative „Wachstums‑ und Innovationskapital für Deutschland“ (WIN) sollen die rechtlichen Voraussetzungen für Investitionen verbessert werden. Ziel ist, private WIN‑Investitionen im Venture‑Capital‑Ökosystem auf über 25 Milliarden Euro zu erhöhen („WIN 2.0“).
EU‑weite Zusammenarbeit
Die Bundesregierung unterstützt die Schaffung einer EU‑Spar‑ und Investitionsunion sowie die Vertiefung der Kapitalmarktintegration. Darüber hinaus wird ein optionales, im Binnenmarkt harmonisiertes Gesellschaftsrecht angestrebt, das ab 2028 einen EU‑Wettbewerbsfähigkeitsfonds ergänzen soll.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Bundesregierung, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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