In Deutschland soll bis zum Jahr 2030 ein erheblicher Teil der entwässerten Moorflächen wiedervernässt werden, um Treibhausgasemissionen zu reduzieren und den Naturschutz zu stärken. Die Vorgaben ergeben sich aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke.
Zielsetzung fĂĽr 2030
Laut der Regierungsantwort sollen rund 90.000 Hektar Moorboden bis zum Jahr 2030 wiedervernässt werden. Das angestrebte Volumen berücksichtigt die aktuelle Situation bei der Transformation der bislang entwässerungsbasierten Bewirtschaftung. Für darüber hinausgehende Flächen bis zu insgesamt 160.000 Hektar ist bislang kein verbindlicher Zeitpunkt festgelegt.
Kostenstruktur und Wirtschaftlichkeit
Die Bundesregierung gibt an, dass die Vermeidungskosten für die Wiedervernässung landwirtschaftlich genutzter Moorböden mehrheitlich unter 55 Euro pro Tausend CO₂‑Äquivalent liegen. Diese Angabe basiert auf einer Studie von Christoph Buschmann und Mitautorinnen aus dem Jahr 2025, die im Rahmen der Antwort zitiert wird.
Finanzielle Ausstattung
Für die Jahre 2026 bis 2029 stellt das Klima‑ und Transformationsfonds rund 1,75 Milliarden Euro bereit. Diese Mittel sollen sowohl die Wiedervernässung als auch die Unterstützung land‑ und forstwirtschaftlicher Nutzungen wiedervernässter Moorflächen gemäß der Förderrichtlinie PalU finanzieren.
Ausblick nach 2030
Nach dem Jahr 2030 sollen im Rahmen des Klimaschutzprogramms 2026 weitere Vorhaben initiiert werden, um zusätzliche Moorflächen zu renaturieren und die Klimaschutzziele zu unterstützen.
Hintergrund und weiterfĂĽhrende Informationen
Die Angaben entstammen einer offiziellen Antwort der Bundesregierung (Dokument 21/6708) auf die Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (Dokument 21/6459). Weitere Details können im Pressespiegel des Deutschen Bundestages eingesehen werden.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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