Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat im Rahmen einer kleinen Anfrage den Minister für Verkehr um Auskünfte zur aktuellen Situation auf der Murrbahn gebeten. Im Fokus stehen dabei die Folgen der seit kurzem betriebenen ICE‑Sprinterverkehre zwischen Stuttgart und Nürnberg.
Hintergrund
Im Fahrplanjahr 2026 wurde auf der Murrbahn ein neuer ICE‑Sprinter eingeführt, um die Reisezeit zwischen den Metropolregionen zu verkürzen. Die Maßnahme ist Teil einer übergeordneten Strategie zur Stärkung des Schienenpersonennetzes und zur Entlastung stark frequentierter Strecken.
Anliegen der Fraktion
Die Abgeordneten fordern von der Bundesregierung eine Einschätzung, ob die steigende Auslastung durch die Sprinterverkehre einen zweigleisigen Ausbau der Murrbahn erforderlich macht. Zusätzlich soll geklärt werden, welche konkreten Änderungen im Regionalverkehr im Zuge der Einführung des Sprinters bereits umgesetzt wurden.
Erwartete Maßnahmen
Nach Angaben des Bundesministeriums für Verkehr wird eine technische Analyse durchgeführt, um die Kapazitätsauslastung zu bewerten. Die Analyse soll Aufschluss darüber geben, ob zusätzliche Gleise notwendig sind, um einen reibungslosen Betriebsablauf zu gewährleisten.
Auswirkungen auf den Regionalverkehr
Erste Rückmeldungen deuten darauf hin, dass durch den ICE‑Sprinter einige Regionalzüge umgeleitet oder im Takt angepasst wurden, um Konflikte mit den Schnellzügen zu vermeiden. Die genauen Änderungen im Fahrplan werden in einem gesonderten Bericht veröffentlicht.
Ausblick
Die Fraktion erwartet, dass die Bundesregierung zeitnah ein Ergebnis der Analyse vorlegt, um mögliche Infrastrukturmaßnahmen zu planen. Eine Entscheidung über den zweigleisigen Ausbau könnte langfristig die Leistungsfähigkeit der Murrbahn erhöhen und die Attraktivität des Schienenverkehrs in der Region stärken.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
Ende der Übertragung