Deutschland: Bundesregierung prüft Lage der christlichen Minderheit im Sudan
Eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag vom 21. Juli 2026 fordert Auskünfte zur Situation der christlichen Minderheit im Sudan seit Beginn des Bürgerkriegs im April 2023. Die Abgeordneten wollen wissen, in welchem Umfang Christen von Gewalt, Vertreibung oder gezielten Übergriffen betroffen sind und wie stark ihre Religionsfreiheit eingeschränkt wird.
Hintergrund des Konflikts
Der seit April 2023 anhaltende Bürgerkrieg hat weite Teile des Sudan destabilisiert. Laut internationalen Beobachtungen kam es zu massiven Vertreibungen und Menschenrechtsverletzungen, die alle Bevölkerungsgruppen betreffen. Christen bilden dabei eine religiöse Minderheit, die besonders anfällig für Diskriminierung sein kann.
Inhalt der Anfrage
Die Abgeordneten ersuchen die Bundesregierung um detaillierte Informationen über die Zahl der von Gewalt betroffenen Christen, die Ausmaße von Vertreibungen und die konkreten Einschränkungen der Religionsausübung. Zusätzlich wird nach den derzeitigen Schutzmaßnahmen der Bundesregierung sowie nach humanitären Hilfen für christliche Gemeinden und Organisationen gefragt.
Regierungsantwort
Das Auswärtige Amt verweist auf vorhandene Analysen von UN‑Agenturen, internationalen Nichtregierungsorganisationen und eigenen diplomatischen Meldungen. Diese Berichte belegen, dass Christen in mehreren Regionen gezielte Angriffe erlitten haben und teilweise von der Ausübung ihrer Religion abgehalten werden.
Humanitäre Maßnahmen
Die Bundesregierung unterstützt derzeit humanitäre Projekte, die über multilaterale Kanäle an die sudanesische Bevölkerung verteilt werden. Darunter fallen Nothilfe, medizinische Versorgung und Programme, die gezielt christliche Gemeinschaften erreichen, um deren Grundversorgung sicherzustellen.
Ausblick und weitere Schritte
Die Bundesregierung prüft, inwiefern diplomatische Initiativen zur Verbesserung der Sicherheitslage für religiöse Minderheiten beitragen können. Gleichzeitig wird die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern verstärkt, um die Lage kontinuierlich zu beobachten und gegebenenfalls weitere Hilfsmaßnahmen zu initiieren.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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