Nach dem Anschlag auf die Christopher‑Street‑Day‑Kundgebung in Berlin am 25. Juni 2026 hat die Bundesregierung in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen das mögliche Risiko weiterer Anschläge auf CSD‑Veranstaltungen thematisiert.
Hintergrund der Anfrage
Die Kleine Anfrage (21/7463) forderte Auskünfte zur Bedrohungslage für Veranstaltungen der LGBTQIA+-Gemeinschaft. Die Bundesregierung beantwortete diese am 21. September 2026 unter dem Aktenzeichen 21/7826.
Regierungsbewertung
In der Antwort wird ausgeführt, dass aus jihadistischer Perspektive alle Personen und Gruppen, deren Lebensweisen oder öffentlich vertretene Ansichten im jihadistischen Weltbild als feindlich gelten, potenziell ins Visier geraten können.
Einschätzung zur LGBTQIA+-Szene
Die Regierung zitiert: „Personen, die Teil der LGBTQIA+-Szene sind oder sich mit dieser solidarisieren, stellen ein festes, dem Glauben widersprechendes und symbolhaft zu bekämpfendes Feindbild dar und geraten daher zunehmend in den Fokus islamistischer/jihadistischer Propaganda.“
Potenzielle Ziele
Weiterhin wird angegeben, dass Angehörige der LGBTQIA+-Gemeinschaft oder Einrichtungen mit entsprechenden Bezügen sowohl für allein handelnde, islamistisch motivierte Personen als auch für organisationsgebundene Anschlagsplanungen als mögliche Gelegenheitsziele gelten.
Weitere Maßnahmen
Die Bundesregierung betont, dass die Sicherheitsbehörden die Entwicklung der Bedrohungslage kontinuierlich beobachten und bei Bedarf koordinierte Gegenmaßnahmen ergreifen werden
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