Bundesregierung schätzt chinesische Industriesubventionen 2019 auf bis zu 225 Milliarden Euro
Die Bundesregierung hat in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen angegeben, dass die Industriesubventionen der Volksrepublik China im Jahr 2019 auf schätzungsweise 221 bis 225 Milliarden Euro beziffert wurden. Das entspricht etwa 1,73 Prozent des chinesischen Bruttoinlandsprodukts.
Hintergrund der Anfrage
Die Kleine Anfrage (21/2884) verlangte nach Informationen über das Ausmaß staatlicher Unterstützung für die Industrie in China. Die Bundesregierung reagierte mit einer schriftlichen Auskunft (21/3439), in der sie auf öffentlich verfügbare Quellen verweist.
Ergebnisse der Antwort
In der Antwort wird auf eine Studie des Center for Strategic & International Studies aus dem Jahr 2022 verwiesen. Diese Studie liefert konservative Schätzungen, wonach die Subventionsquote 2019 bei 1,73 Prozent des Bruttoinlandsprodukts lag. Die Bundesregierung übernimmt diese Zahlen ohne eigene eigene Berechnung.
Vergleich mit Deutschland
Nach Angaben der Studie liegt die entsprechende Quote für Deutschland bei 0,41 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, was die relative Größe der chinesischen Unterstützung verdeutlicht.
Fehlende Detaildaten
Für den speziellen Bereich Maschinen- und Anlagenbau liegen der Bundesregierung laut eigener Aussage keine gesonderten Zahlen vor. Eine Aufschlüsselung nach einzelnen Industriezweigen wurde daher nicht bereitgestellt.
Bedeutung der Zahlen
Die veröffentlichten Schätzungen geben Aufschluss über das Ausmaß staatlicher Industriepolitik in China und ermöglichen einen internationalen Vergleich der Förderintensität. Sie dienen zudem als Basis für weitere parlamentarische Diskussionen über Handels- und Wettbewerbsfragen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von bundestag.de, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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