Deutschland: Schutz vor hohen Temperaturen – Maßnahmen und Empfehlungen der Bundesregierung
Im Juni 2025 hat die Bundesregierung drei zusätzliche Hitzeschutzpläne vorgestellt, die den bestehenden Hitzeschutzplan Gesundheit aus dem Jahr 2023 ergänzen. Die neuen Musterpläne richten sich an den organisierten Sport, Apotheken sowie ambulante psychologische Praxen und sollen den Umgang mit steigenden Temperaturen systematischer gestalten.
Schutz für besonders gefährdete Gruppen
Nach Angaben des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit sind Säuglinge, Kleinkinder, ältere Menschen, wohnungslose Personen und Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes oder Asthma besonders von Hitze betroffen. Für diese Risikogruppen wird ein verstärkter Zugang zu kühlen Räumen und gezielte Informationsangebote empfohlen.
Praktische Tipps für die Bevölkerung
Die Bundesbehörde rät, täglich etwa zwei bis drei Liter Flüssigkeit zu trinken, vorzugsweise über den Tag verteilt. Zusätzlich sollten Menschen ihre Wohnräume kühl halten, Kopfbedeckungen tragen und Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor verwenden. Aktivitäten sollten nach Möglichkeit in die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegt werden. Bei bestehenden Erkrankungen oder Einnahme von Medikamenten kann ein Gespräch mit einem Arzt sinnvoll sein.
Definition einer Hitzewelle
Der Deutsche Wetterdienst definiert eine Hitzewelle, wenn an mindestens drei aufeinanderfolgenden Tagen die Temperatur über 28 °C liegt. Diese Schwelle dient als Grundlage für offizielle Hitzewarnungen, die über die DWD-Plattform abgerufen werden können.
Aufgaben von Ländern und Kommunen
Die Verantwortung für die Ausgestaltung regionaler Hitzemaßnahmen liegt bei den Ländern und Kommunen. Sie entwickeln angepasste Hitzeaktionspläne und nutzen den „Hitzeservice“, der Informationen zu Schutzmaßnahmen bereitstellt. Die Kommunen erhalten zudem Unterstützung beim Ausbau von Stadtnatur, begrünte Dächer und Schattenspender, um das Stadtklima langfristig zu verbessern.
Bundesweite Initiativen und Forschung
Das Robert‑Koch‑Institut erweitert sein Hitze‑Monitoring, um die Auswirkungen zukünftiger Hitzewellen besser abschätzen zu können. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit stellt auf dem Portal „Klima – Mensch – Gesundheit“ weiterführende Informationen bereit. Das Bundesumweltministerium veröffentlicht eine Broschüre mit Tipps für heiße Tage und fördert Maßnahmen zur Schaffung kühlender Stadtstrukturen.
Zusammenfassung
Durch die neuen Hitzeschutzpläne, die verstärkte Beratung von Risikogruppen und die koordinierte Zusammenarbeit von Bundesbehörden, Ländern und Kommunen soll die Bevölkerung besser vor den gesundheitlichen Folgen extremer Hitze geschützt werden.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Bundesregierung, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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