Am 23.06.2026 teilte die Bundesregierung mit, dass sie auf EU‑Ebene die Umsetzung der Europäischen Wirtschaftssicherheitsstrategie aktiv unterstützt und gleichzeitig Maßnahmen zur Diversifizierung der Rohstoffversorgung auf nationaler Ebene vorantreibt.
EU‑weite Risikostrategie
Im Rahmen der europäischen Strategie verfolgt die Bundesregierung einen risikobasierten Ansatz, der Hochrisikobereiche wie die Resilienz von Lieferketten in den Fokus rückt. Diese Ausrichtung wurde in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD‑Fraktion (21/6139) dargelegt (Antwort 21/6535).
Entwicklung einer nationalen Wirtschaftssicherheitsstrategie
Auf nationaler Ebene plant die Bundesregierung, gemäß den Vorgaben des Koalitionsvertrags, gemeinsam mit Wirtschaft und Wissenschaft eine umfassende Wirtschaftssicherheitsstrategie zu erarbeiten, um kritische Sektoren besser zu schützen.
Strategie fĂĽr Mikroelektronik
Im Oktober 2025 wurde bereits eine Mikroelektronik‑Strategie beschlossen, die den vollständigen Ausbau der Wertschöpfungskette – von Forschung über Design bis zur Produktion – in Deutschland und Europa zum Ziel hat und die Abhängigkeit von globalen Märkten reduzieren soll.
MaĂźnahmen zur Rohstoffdiversifizierung
Zur Unterstützung der Wirtschaft bei der Diversifizierung ihrer Rohstoffversorgung sieht die Bundesregierung mehrere Instrumente vor: einen nationalen Rohstofffonds, Kreditgarantien, einen Aktionsplan zur Weiterentwicklung der deutschen Rohstoffpolitik sowie den Abschluss von Rohstoffpartnerschaften mit rohstoffreichen Ländern.
Weitere Schritte und Ausblick
Die genannten Initiativen bilden einen Teil des umfassenden Ansatzes, den die Bundesregierung verfolgt, um die Versorgungssicherheit zu erhöhen und langfristige Abhängigkeiten zu verringern. Weitere Details werden im Zuge der Ausarbeitung der Wirtschaftssicherheitsstrategie veröffentlicht.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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