Deutschland: Bundesregierung stuft humanitäre Lage in Gaza als katastrophal ein
Die Bundesregierung hat die humanitäre Situation im Gazastreifen als „katastrophal“ bezeichnet und betont, dass umfangreiche Verbesserungen bei der Versorgung dringend erforderlich seien. In einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke wurde diese Bewertung dargelegt.
Finanzielle Unterstützung seit 2023
Seit dem 7. Oktober 2023 hat Deutschland als einer der größten bilateralen Geber bis zu 420 Millionen Euro für humanitäre Hilfe im Gazastreifen bereitgestellt. Diese Mittel wurden für die Lieferung von Nahrungsmitteln, medizinischer Versorgung und Wiederaufbau von Infrastruktur verwendet.
Bedingungen für nachhaltige Verbesserung
Die Bundesregierung betont, dass die humanitäre Lage nur durch die Umsetzung des 20‑Punkte‑Friedensplans für Gaza verbessert werden könne. Dazu gehöre die Entwaffnung der Hamas sowie die Rehabilitierung ziviler Infrastruktur, wie von den Vereinten Nationen gefordert.
Entwicklung der humanitären Lieferungen
Laut Angaben der Vereinten Nationen hat sich die Einfuhr humanitärer Güter in den Gazastreifen seit Inkrafttreten des Waffenstillstands im Oktober 2025 erhöht. Die Menge an importierten Nahrungsmitteln, Medikamenten und Baumaterialien sei seitdem deutlich gestiegen.
Einschränkungen für NGOs
Gleichzeitig hat die Bundesregierung festgestellt, dass der Zugang für humanitäre Nichtregierungsorganisationen seit September 2025 aufgrund neuer israelischer Registrierungsregeln erschwert wurde. Diese Regelungen führen zu Verzögerungen und zusätzlichen administrativen Hürden.
Deutsche diplomatische Bemühungen
Im Rahmen ihrer humanitären Diplomatie setzt sich Deutschland kontinuierlich bei der israelischen Regierung und den zuständigen Stellen für die Verbesserung der humanitären Zugänge ein. Die Gespräche werden eng mit internationalen Organisationen abgestimmt und an aktuelle Entwicklungen angepasst.
Konkrete Zugangshindernisse
Zu den genannten Hindernissen zählen Probleme im Zollbereich und bei der Genehmigung von „Dual‑Use“-Gütern. Zudem werden die Einfuhr von Benzin, Motoröl und wasserfesten Zelten explizit thematisiert, um die Versorgung der Zivilbevölkerung zu sichern.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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