Ein Sprecher der Bundesregierung teilte mit, dass die Schadstoffbelastung des Trinkwassers in Deutschland in den meisten Fällen gering sei, basierend auf Daten des Umweltbundesamtes. Die Aussage erfolgte im Rahmen einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen.
Bewertung von Mikroplastik
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vertreten den Standpunkt, dass von Plastikpartikeln in Lebensmitteln, einschließlich Trinkwasser, kaum gesundheitliche Risiken für den Menschen ausgehen. Diese Einschätzung wird von der Bundesregierung übernommen.
Arzneimittelrückstände
Die Bundesregierung betont, dass die Konzentrationen von Arzneimitteln im Trinkwasser meist unter 1 µg/l liegen, während therapeutische Dosen um ein Vielfaches höher sind. Nach heutigem Kenntnisstand seien die nachgewiesenen Mengen daher für die menschliche Gesundheit unbedenklich.
Pflanzenschutzmittel und weitere Chemikalien
Nach Angaben der Regierung spielten Polychlorierte Biphenyle (BCB), Bromdiphenylether und Phosphat im Trinkwasser keine Rolle. Diese Substanzen wurden in den untersuchten Proben nicht nachgewiesen.
PFAS und andere langlebige Stoffe
Zur Belastung des Trinkwassers mit Per- und Polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) gibt die Bundesregierung keine Angaben. In Bezug auf Badegewässer weist sie jedoch darauf hin, dass Studien der Deutschen Untersuchung zu Gesundheit (GerES) zeigen, dass große Teile der Bevölkerung mehrfach mit PFAS, PCBs, Metallen und Pestiziden belastet sind, was langfristige Auswirkungen haben kann.
Metallbelastung in Meeresfrüchten
Die Belastung von Miesmuscheln und Fischen mit Schwermetallen wie Blei, Cadmium und Quecksilber sowie mit PCB und polybromierten Diphenylethern (PBDE) liege unterhalb der für den menschlichen Verzehr gemäß EU‑Verordnung 2023/915 festgelegten Höchstgehalte.
Reaktion der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hatte in ihrer Kleinen Anfrage detaillierte Informationen zu Schadstoffbelastungen in Wasser und Umwelt gefordert. Die erhaltene Antwort liefert die genannten Daten und Einschätzungen.
Zusammenfassung
Insgesamt bewertet die Bundesregierung die aktuelle Schadstoffbelastung des Trinkwassers als gering und weist darauf hin, dass die festgestellten Konzentrationen weit unter den für die menschliche Gesundheit relevanten Schwellen liegen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
Ende der Übertragung