Bundesregierung unterstützt Erhalt des ehemaligen jüdischen Partisanenlagers Rūdninkai
Der Erhalt des ehemaligen jüdischen Partisanenlagers Rūdninkai im litauischen Wald wird von der Bundesregierung befürwortet. In einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hat die Bundesregierung erklärt, dass das Gelände als Lern- und Erinnerungsort erhalten bleiben soll.
Hintergrund
Die litauische Regierung wurde gebeten, die Schutzwürdigkeit des Bereichs zu prüfen und bei künftigen Planungen zu berücksichtigen. Ziel sei es, die historische Bedeutung des Ortes zu wahren und gleichzeitig die militärische Nutzung zu ermöglichen.
Beteiligte Institutionen
Die Bundeswehr, die den Übungsplatz Rūdninkai voraussichtlich ab 2027 nutzen wird, verpflichtet sich, den Schutz und Erhalt des historischen Ortes sicherzustellen. Die Panzerbrigade 45 arbeitet dabei mit der jüdischen Nichtregierungsorganisation MACEVA zusammen, die sich der Bewahrung jüdischer Friedhöfe in Litauen widmet.
Die Deutsche Botschaft in Vilnius soll die Zusammenarbeit koordinieren und die Geschichte der jüdischen Partisanen in Litauen aktiv einbeziehen.
Zukünftige Nutzung
Mit der geplanten Nutzung des Übungsplatzes durch die Bundeswehr soll die lokale Geschichte des Standortes im Rahmen von Fortbildungen stärker in den Fokus rücken. Die Erinnerung an die Partisanenarbeit soll dabei ein fester Bestandteil der militärischen Ausbildung werden.
Die Bundesregierung betont, dass die geplanten Maßnahmen sowohl den historischen Wert des Geländes schützen als auch die Ausbildungsbedürfnisse der Streitkräfte berücksichtigen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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