Deutschland: Bundesregierung verlängert Bundeswehreinsatz im Irak bis 2027
Entscheidung und Zeitraum
Die Bundesregierung hat beschlossen, den Einsatz der Bundeswehr im Irak bis zum 31. Januar 2027 fortzusetzen. Ziel ist es, die regulären irakischen Streit- und Sicherheitskräfte nachhaltig zu befähigen, die Sicherheit und Stabilität im Land zu gewährleisten und ein Wiedererstarken des IS zu verhindern.
Mandat und Personal
Das aktuelle Bundestagsmandat „Counter‑Daesh/Capacity Building Iraq“ (CD/CB‑I) läuft am 31. Januar 2026 aus, bleibt inhaltlich jedoch unverändert. Bis zu 500 Soldaten der Bundeswehr können im Irak eingesetzt werden, und der Deutsche Bundestag hat dem Beschluss zugestimmt.
Bisherige Einsätze
Seit 2015 ist die Bundeswehr im Rahmen der internationalen Anti‑IS‑ und Stabilisierungseinsätze „Operation Inherent Resolve“ (OIR) aktiv. Der deutsche Einsatz im Irak wurde am 30. September 2026 beendet, nachdem die irakische Regierung ihre Zustimmung zurückgezogen hatte. Die Präsenz der Bundeswehr in Jordanien im Rahmen von OIR wird unvermindert fortgeführt.
NATO‑Mission Iraq (NMI)
Die Bundeswehr bleibt zudem an der NATO‑Mission Iraq beteiligt, die den Fähigkeitsaufbau der regulären irakischen Streit‑ und Sicherheitskräfte vorantreibt. Die aktuelle Mandatsverlängerung deckt beide Missionen – OIR und NMI – ab.
Aufgaben der Bundeswehr
Im Rahmen des Mandats übernimmt die Bundeswehr Luftbetankung mit Tankflugzeugen, Lufttransport für internationale Organisationen, Alliierte und Partner, See‑ und Luftraumüberwachung mittels AWACS, beratende Unterstützung internationaler Partner, Konsultations‑ und Koordinierungsaufgaben, den Aufbau von Fähigkeiten der irakischen Streit‑ und Sicherheitskräfte sowie sanitätsdienstliche Aufgaben.
Zukünftige Perspektiven
Die Fortsetzung des Einsatzes bis 2027 soll langfristige Stabilität im Irak unterstützen und ermöglicht weitere Evaluierungen der Wirksamkeit der Maßnahmen. Die Bundesregierung betont, dass die Unterstützung auf dem Wunsch der irakischen Regierung beruht.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von Bundesregierung, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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