Deutschland: Bundesregierung warnt vor (pseudo-)christlichen Motiven in Verschwörungserzählungen
Kerninformation
Die Bundesregierung hat in ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen mitgeteilt, dass das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) Akteure beobachtet, die (pseudo-)christliche Motive nutzen, um Verschwörungserzählungen zu untermauern und gegen gesellschaftliche Gruppen zu agitieren.
Hintergrund
Das BfV bearbeitet einzelne Akteure und Gruppierungen, die in ihrer Agitation solche Motive adaptieren, um insbesondere Aussagen oder Handlungen, die gegen bestimmte gesellschaftliche Gruppen gerichtet sind, ideologisch zu stützen.
Mechanismen in sozialen Medien
Influencer in sozialen Medien verbreiten Inhalte, die primär junge Zielgruppen ansprechen; das Liken und Teilen fungiere als niedrigschwellige Agitationsform, wodurch die Inhalte hohe Anschlussfähigkeit gegenüber Jugendlichen und jungen Erwachsenen erlangen.
Politische Vernetzung
In dem Personenkreis wurden Kontakte zu politischen Milieus im In- und Ausland festgestellt, unter anderem zu Mitgliedern der Partei Alternative für Deutschland, die als Verdachtsfall gelten.
Bewertung der Gefahr
Die Behörde stuft das Handeln der genannten Akteure als Angriff auf die freiheitliche demokratische Grundordnung ein, weil es extremistisches Gedankengut verbreite und gesellschaftliche Spaltung fördere.
Staatliche Maßnahmen
In der Antwort betont die Bundesregierung, dass die Beobachtungen Teil einer umfassenden Strategie seien, um extremistische Tendenzen frühzeitig zu erkennen und zu verhindern.
Zukünftige Schritte
Das BfV plant, die Analyse der Nutzung religiöser Symbolik weiter zu vertiefen und entsprechende Präventionsmaßnahmen zu entwickeln, um die Resilienz der Bevölkerung gegenüber manipulativen Verschwörungserzählungen zu stärken.Dieser Bericht basiert auf Informationen von Deutscher Bundestag, lizenziert unter Amtliches Werk gem. § 5 UrhG (Deutschland).
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